Saint-Émilion

Saint-Émilion – über Nacht in einem Weingut

Saint-Émilion liegt eingebettet in zahlreiche Weinberge. Seit 1999 ist das Weinanbaugebiet und die Ortschaft UNESCO Weltkulturerbe. Wir haben hier auf unserer Frankreich Rundreise mit Wohnmobil eher zufällig Stopp gemacht.

Ursprünglicher Plan war ein Halt mit unserem Camper in Bordeaux. Da es in Bordeaux aber keine offiziellen Wohnmobilstellplätze gibt, zerschlug sich dieser Plan recht schnell. Wir wollten auch nicht so weit fahren (letzter Halt war Capbreton) und so entschieden wir uns spontan, eine Nacht auf einem Bauernhof zu verbringen. Gelandet sind wir auf einem kleinen, schnuckeligen Weingut mit sehr nettem Inhaber.

Das Weingut Arnaud de Jacquemeau

Der Name des Weinguts lautet Arnaud de Jacquemeau und gefunden haben wir es über park4night. Seit mehreren Generationen wird das Weingut durch die Familie Jacquemeau betrieben. Der pfiffige Seniorchef, den man vor Ort trifft, hat mittlerweile jedoch alle operativen Aufgaben an seinem Sohn übertragen. Der Senior, ich würde ihn auf Mitte 80 schätzen, kümmert sich aktuell nur noch um die Gäste – und das macht er mit ganz großer Bravur.

Er führt in einem Gemisch aus Englisch und Französich die Gäste in die Kunst des Weinbaus ein und gibt dabei viel Wissenswertes preis. Den Abschluss der kurzweiligen Führung markiert die Verkostung des hauseigenen Weines. Auch hierfür hat der Seniorchef wissenwerte Tipps für seine Gäste parat. Mit so viel Gastfreundschaft hätten wir, trotz der bereits sehr positiven Bewertungen, nicht gerechnet. Von uns eine absolut Empfehlung für alle, die mit dem Wohnmobil unterwegs sind und in der Region Bordeaux übernachten wollen!

Saint-Émilion

Vom Weingut bis nach Saint-Émilion sind es 2,9 Kilometer. Wir haben das zu Fuß und mit Kinderwagen gemacht. Eine bessere und schnellere Alternative ist sicherlich das Fahrrad. Das Wohnmobil sollte man aber lieber am Weingut lassen. Die Straßen in Saint-Émilion sind klein, das Parkangebot begrenzt.

Saint-Émilion hat man an einem Tag erkundet. Es ist eine kleine Ortschaft mit knapp 2.000 Einwohnern. Bekannteste Sehenswürdigkeiten sind unter anderem die Felsenkirche und das Haus des Weines. Sehenswert sind aus meiner Sicht aber vorallem die zahlreichen Weinboutiquen und kleinen, teils sehr steilen, Gässchen.

Zu Fuß erkunden wir Saint-Émilion. Es ist ein warmer Septembertag mit fantastischem Wetter. Der Himmel so blau, die Sonne noch so schön warm. Wir bummeln durch die Straßen, sitzen in Cafés und saugen das Flair der Stadt in uns auf. Als wir am Comptoir des Vignobles vorbeikommen, trauen wir unseren Augen nicht recht. Außen hängt eine Preisliste für Rotweine an.

12.000€ für einen Petrus Grand Vin aus dem Jahre 1945. Was für ein Preis!

Mit diesem letzten Eindruck der Stadt machen wir uns zurück zu unserem Camper und dem Weingut Arnaud de Jacquemeau. Wir sind glücklich, über unseren Zufallstopp und genießen das warme Wetter, die Ruhe und den nächtlichen Sternenhimmel vor unserem Wohnmobil.

Saint-Émilion war ein Zufallstreffer, der sich wirklich gelohnt hat!


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