Elternzeit-Mietcamper

Elternzeit und Mietcamper – 5 Dinge, die Du bedenken solltest

Wir haben für unsere Elternzeit zwei Monate einen Camper (Knaus Kastenwagen mit Doppelbett) gemietet. Wenn du dir auch gerade Gedanken machst, ob sowas in der Elternzeit in Frage kommt, solltest du über folgende fünf Dinge im Klaren sein.

1. Schlafplatz für das Baby im Wohnmobil

Wir sind bei der Planung etwas naiv rangegangen. Auch was den Schlafplatz unserer Tochter betrifft. Während meiner Elternzeit wird sie 13 und 14 Monate alt sein. Eine Zeit bei der die Kleinen gerade die Fähigkeiten ihrer Beine ausprobieren. Als wir den Camper buchten, haben wir daran überhaupt nicht gedacht.

Wie soll unsere Tochter jetzt sicher(!) im Camper schlafen? Das war vor kurzem die große Frage, die uns viel Kopfzerbrechen bereitete. Ursprünglich dachten wir an das Notbett, dass man in der Dinette des Campers einrichten kann. Einfach ein Bettgitter davor und gut ist. Falsch gedacht. Aktuell würde unsere Tochter mal müde über das Hinderniss lächeln.

Was nun? Viel Forensuche und Brainstorming mit Bekannten später:

  • eigenes Bettgitter aus Holz bauen
  • Laufstall für Kleintiere auf das Notbett stellen
  • Pop-Up Schlafzelt für Babys
  • Reisebett auf das Notbett stellen
  • Bett in der Fahrerkabine

Nach einem Besuch bei unserem Vermieter und dem Vermessen des Innenraums steht fest, wir werden wohl ein separates Reisebett auf das Nottbett stellen. Von den Maßen dürfte es gerade so passen. Falls dies aus irgendwelchen Gründen doch nicht passt, werde ich noch ein eigenes Bettgitter bauen. Alle anderen Alternativen waren uns zu unsicher oder für 8 Wochen nicht adäquat.

Vom CamperSleep hat uns unser Vermieter abgeraten. Wir durften es auch mal probeweise einbauen, aber eine vernünftige und vorallem gerade Liegefläche hat man damit nicht hinbekommen.

Update 27.09.2018: Unsere Elternzeit ist schon wieder vorbei und das Schlafen hat prima geklappt :-) Wir hatten ein altes Reisebett gekauft, dass die Maße 100x55cm hatte. Damit konnte unsere Tochter prima auf dem Notbett im Knaus Boxstar 600 MQ schlafen. Was uns teilweise allerdings vor Herausforderungen gestellt hat, waren die hohen Temperaturen tagsüber und die teils um 15°C kühleren Temperaturen nachts. Wie zieht man da sein Kind vernünftig an?

2. Gesamtkosten für die Reisen

Oft hört man, dass die Reise mit dem Wohnmobil eine der günstigsten sei. Stimmt das? Ich glaube nicht. Lasst mich kurz mal auflisten, wie hoch die Kosten für eine zweimonatige Reise (mit 60 Tagen gerechnet) mit Wohnmobil sind:

  • Miete des Wohnmobils: ca. 5.500€
  • Versicherung zur Selbstbehaltsreduktion: 550€
  • Stellplatzkosten: 1.500€ (im Schnitt 25€ pro Nacht; mal kann man kostenlos stehen, mal kann es bis zu 40€ pro Nacht auf dem Campingplatz kosten; überwiegend stehen wir auf Campingplätzen)
  • Ausrüstung Wohnmobil: >300€ (Vorzelt oder Aufenthaltszelt, Schlauch und Anschluss zur Wasserversorgung, Campingmöbel, Schlafmöglichkeit für Nachwuchs, Grill etc.)
  • Spritkosten bei 3.000 Kilometern: ca. 436€ (11 Liter Durchschnitt; 1,32€ durchschnittlicher Dieselpreis in Europa)

Optimistisch geschätzt, kostet die Reise also 8.286 €. Ich glaube dafür kann man auch gut auf anderem Wege zwei Monate verreisen.

3. Tägliche Reisezeit

Als wir das erste Mal mit Wohnmobil und Baby unterwegs waren, haben wir die tägliche Reisezeit überschätzt. Das hatte zweite Gründe. Erstens, auch wenn unsere Tochter noch viel geschlafen hat, wollten wir nicht, dass sie den ganzen Tag im Maxi Cosi verbringt. Zweitens, mit einem Camper ist man viel langsamer unterwegs. 130 km/h fühlt sich schon wie Schallgewindigkeit an :-)

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass man mit so 300 Kilometern am Tag rechnen kann. Damit macht man natürlich keine riesen Sprünge. Zum Glück hat man in der Elternzeit viel zeitlichen Freiraum.

4. Packlisten

Im Internet gibt es haufenweise Packlisten für das Reisen mit dem Wohnmobil. Sie beinhalten alle sicherlich wichtige Dinge. Bedenkt jedoch, dass ihr einen Teil der Ausrüstung bereits durch euren Vermieter gestellt bekommt. Meist ist auch bei vielen Mietangeboten eine Assistance miteingeschlossen. Ich würde daher nicht unbedingt x Werkzeuge mitnehmen, die Blogger XY für seinen selbst umgebauten T3 benötigt. Nichtsdestotrotz sind solche Packlisten prima Inspirationsquellen :-)

Auch hat euer Baby sicherlich eigene Rituale oder benötigt besondere Dinge. Legt daher am besten eigene Packlisten an und achtet darauf, was bei euch im Alltag essentiell ist. Das darf dann natürlich auch im Urlaub nicht fehlen. Bei uns wäre es zum Beispiel „die kleine Raupe Nimmersatt“ und die Spieluhr. 😴😴😴

5. Wahl des Mietwohnmobils

Als wir im April für vier Wochen in Italien im Mietwohnmobil unterwegs waren, hatten wir einen Camper mit Einzelbetten im Heck. Für den Schlaf unserer Tochter war das ideal. Sie hatte ein abgetrenntes Bett für sich und wir konnten abends noch durch die Schiebetür rein (Das Schließen macht leider ordentlich Krach).

In der kommenden Elternzeit haben wir ein Wohnmobil mit Doppelbett und unsere Tochter schläft auf dem Notbett direkt an der Schiebetür. Die Wahl bereuen wir aktuell etwas. Als wir ganz unbedarft vor mehr als einem halben Jahr den Camper mieteten, hatten wir keine Ahnung davon, was wohl besser sein könnte. Damit es dir nicht genauso geht, Augen auf bei der Wohnmobil-Wahl und denkt schon mal vor, wie sich euer Kind bis zum Mietzeitpunkt entwickelt haben könnte.


Ich hoffe, ich konnte euch mit dem Artikel helfen!?

Bei weiteren Fragen oder euren Erfahrungen: Schreibt uns einfach und hinterlasst am besten einen Kommentar!

 

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