Namibia / Afrika

Abenteuer Etosha Nationalpark

Eindrücke eines wunderschönen Aufenthalts im Etosha Nationalpark in Namibia. Scrollt runter und entdeckt mit uns die Tierwelt des Etosha Nationalparks

Die Reise durch die Weiten des Etosha Nationalparks beginnt mit einem simplen Permit. Dieses erhalten wir am Westtor des Nationalparks. Am Galton Gate verlassen wir zum letzten Mal für die nächsten Stunden das Auto. Schließlich wollen wir nicht als Mahlzeit für ein Raubtier enden ;-) Hier erwerben wir die Aufenthalterlaubnis für die vier Tage und decken uns mit einer Übersichtskarte des Nationalparks ein.

Nachdem dies erledigt ist, steigen wir ins Auto und düsen los. Mit einem kleinen Schlenker nehmen wir das Camp Dolomite mit und steuern die ersten Wasserlöcher an.

Der erste Tag

Die ersten Kilometer führen uns durch Buschland. Kaum ein Tier ist zu sehen. Erst als der Busch weniger wird, sich erste Steppen eröffnen, entdecken wir vereinzelt Tiere. Voller Begeisterung blicken wir jedem Zebra und jeder Giraffe hinter her. Seit Beginn unserer Reise sind das die ersten richtigen Wildbegegnungen.

Neugierig fahren wir von Wasserloch zu Wasserloch. Immer wieder halten wir voller Spannung Aussicht. Könnte doch hinter jedem Busch ein Löwe oder Leopard warten.
Am ersten Tag haben wir leider kein Glück mit Raubtiersichtungen. Aber am nächsten Wasserloch erleben wir dann doch eine Überraschung.

Das erste Mal Elefanten

Als wir auf dem Weg zum nächsten Wasserloch sind, können wir sie bereits aus der Ferne erkennen. Elefanten!! Und wie viele!

Eine kleine Herde hat sich rund um ein Wasserloch versammelt und so sehen wir zum ersten Mal Elefanten im Etosha Nationalpark. Welch ein Genuss diesen erhabenen Tieren zuzugucken. In aller Gemütlichkeit trinken sie am Wasserloch, wedeln die Haut mit Staub ein oder hinterlassen riesige Düngehaufen ;-)

Gefühlt verbringen wir eine halbe Ewigkeit am Wasserloch – bis diese liebenswürdigen Riesen nacheinander das Wasserloch verlassen.

Als auch wir das Wasserloch verlassen wollen, machen wir noch eine Entdeckung. Auf gegenüberliegender Seite erspäht Carina mit ihrem Fernglas das nächste Highlight: ein Nashorn

Leider ist es soweit weg, dass es mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen ist. Nichtsdestotrotz freuen wir uns riesig, das erste Mal nun auch ein Nashorn gesehen zu haben.

Der zweite Tag

Kurz vor Sonnenaufang befinden wir uns bereits am Parkeingang und warten auf Einlass. Wir haben Hoffnung, dass besonders in den Morgenstunden uns vielleicht die ein oder andere Raubkatze den Weg kreuzt.

Leider werden wir enttäuscht. Immer noch keine größere Raubtiersichtung. Aber wir haben ja noch Zeit ;-)

Die morgendliche Sonne taucht die Tiere jedoch in ein besonders schönes Licht, sodass sich das frühe Aufstehen auch so gelohnt hat.

Als wir Richtung Okaukuejo unterwegs sind, passieren wir ein Wasserloch, wo unheimlich viele Autos stehen. Vor lauter Neugier biegen wir auch ab. Was es hier wohl spannendes zu sehen gibt?

Alle Autos parken in einer Richtung. Carina holt ihr Fernglas raus und sucht das Gebüsch ab. Tatsächlich kann sie in großer Ferne zwei Löwinnen erspähen.

Wir beobachten sie, warten das etwas passiert. Die Luft knistert am Wasserloch. Die Tiere wirken aufgewühlt und starren ebenfalls nur in die Richtung der Löwen.

Tatsächlich passiert auch nach langem Warten nichts. Die Löwen genießen einfach nur den Schatten des Buschwerks und bleiben entspannt liegen.

Am nächsten Wasserloch werden wir Zeuge, wie dominat die lieben Elefanten sein können. Als eine Herde dort auftaucht, haben alle anderen Tiere Platz zu machen.

Egal, ob groß oder klein. Jeder der Elefanten versucht nun einen Rüssel voll Wasser abzubekommen.

Der dritte Tag

Der dritte Tag beginnt für uns mit einer Verspätung. Am Südtor des Parks ist viel Betrieb. Zusätzlich müssen wir noch durch eine Kontrolle und unser Auto zu einem großen Teil ausladen.

Aber das Glück ist an diesem Tag mit uns und so werden wir kurz nach dem Gate überrascht. Von wem? Seht selbst:

Zwei Löwinnen kreuzen vor uns die Straße und machen sich auf den Weg zum Ombika Wasserloch. Wir wenden das Auto und folgen ihnen.

Kurze Zeit später gesellen sich zwei Männchen zu den Damen. Das Spektakel am Wasserloch ist perfekt. Mittlerweile haben auch einige Touristen und Gruppen davon Wind bekommen, sodass auf dem Parkplatz vor dem Wasserloch bald mehr los ist als an selbigem.

Immer noch fasziniert von unserer morgendlichen Begegnung begeben wir uns zurück auf die Straße. Nur wenige Kilometer später, werden wir wieder zum Anhalten gezwungen. 

Unmittelbar vor uns kreuzt ein Dickerhäuter die Straße. Statt weiterzulaufen, bleibt er unbeeindruckt vom Auto mitten auf der Straße stehen.

Unglaublicherweise passiert uns dies an diesem Tag noch ein weiteres Mal …

Nach so vielen Erlebnissen lassen wir den Nachmittag im Onguma Bush Camp ausklingen. An einem herrlichen Pool mit Blick auf das „hauseigene“ Wasserloch und einem kühlen Getränk lässt es sich aushalten.

Der vierte Tag

Nach einem entspannten Nachmittag und Abend auf der Onguma Ranch geht es für uns wieder früh in den Park.

Der letzte Tag soll nochmal in vollen Zügen ausgekostet werden. Kurz nach Namutoni wartet dann schon das erste Highlight des Tages auf uns. Na, entdeckst du es auch?

Richtig, unter dem linken Busch hat sich ein Nashorn versteckt. Ohne ein Zucken trappt die Giraffe am Nashorn vorbei zum Wasserloch.

Wir verbringen wieder viel Zeit hier.

Aus dieser Nähe konnten wir ein Nashorn noch nicht bewundern. Tatsächlich haben wir etwas Glück und es liegt nicht nur faul im Schatten rum .. naja fast.

Es erhebt sich und bewegt sich in Zeitlupe zum nächsten Baum, um sich dort wieder faul in den Schatten zu legen.

Der Gang der Dinge

Als wir an einem weiteren Wasserloch halten, entdecken wir einen jungen Elefanten, der sich die Zeit im Wasser zu vertreiben scheint.

Dem ist jedoch nicht so. Als er das Wasser verlässt, erkennt man, dass seine Hinterbeine etwas verkümmert sind. Er hat Schwierigkeiten bei der Fortbewegungen und man erahnt, weshalb er nun hier alleine im Wasserloch ist..

Passend zu unserer Begegnung ist auch das Wolkenspiel am Himmel des Etosha Nationalparks dramatisch. Dunst liegt in der Luft und so zieht die Sonne über einer Gruppe Gazellen Streifen in der Luft.

Namibia Etosha-4203

Wie auch an den anderen Tage, ist die Zeit mal wieder viel zu schnell vorbeigegangen. Als wir zurück zum Osttor fahren wollen und auf die Hauptstraße Richtung Namutoni auffahren wollen, gibt es uns ein Jeep in der Ferne Lichthupe.

Obwohl die Sonne bereits tief steht entscheiden wir uns in Richtung des Jeepes zu fahren. Vielleicht braucht jemand Hilfe?

Der Grund ist es tatsächlich ein anderer. Wie aufgeregt deutet der Beifahrer auf die andere Straßenseite und tatsächlich, direkt neben hinter ein paar Zweigen steht ein Nashorn.

Die feuchte Luft, die Nashorn aus seinen Nasenlöchern stößt, funkeln in der roten Abendsonne. Welch ein Erlebnis am letzten Tag!

Ein unglaublicher Moment

Von uns und dem anderen Jeep völlig unbeeindruckt, trottet es durch das Gestrüpp. Erst als es einen Schlenk macht, plötzlich direkt in unsere Richtung blickt und einige Schritte auf uns zu macht, ereilt uns ein mulmiges Gefühl.

Auch wenn uns im Auto das Herz fast in die Hose gerutscht ist – die Sorge ist  unbegründet. Es posiert nur für ein Foto und begibt sich wieder zurück in den Busch ;-)

Mittlerweile ist die Zeit deutlich vorangeschritten und wir müssen uns beeilen noch vor Schließung das Tor zu erreichen.

Kurz hinter Namutoni pflügen sich Elefanten durch einen kleinen Wald.

 

Einer der Dickhäuter chillt entspannt am Straßenrand und scheint sich noch unschlüssig, ob er die Straße queren soll, oder nicht.

Wir halten. Das Auto vor uns fährt in Schritttempo am Elefanten vorbei. Regungslos lässt er das Auto passieren.

Wir entscheiden uns, es dem vorherigen Auto gleich zu tun.

Kurz nachdem wir passiert sind, entscheidet er sich doch die Straße zu überqueren. Wir setzen unsere Fahrt fort und kommen pünktlich und noch vor Schließung zum Von Lindequist Tor.

Mit zahlreichen spannenden Erlebnissen verlassen wir den Etosha Nationalpark. Kurz nachdem wir den Park verlassen haben, beobachten wir, wie die Sonne an diesem letzten Abend hinter dem Horizont verschwindet.

Wir hoffen, dir hat unsere virtuelle Reise durch den Etosha Nationalpark gefallen. Wir freuen uns sehr, wenn du ihn mit deinen Freunden teilst. Gerne kannst du uns auch Feedback zur Darstellung, Fehlern oder sonstiges geben :-)
Carina & Christian
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4 Kommentare zu “Namibia – Abenteuer Etosha Nationalpark

  1. In einem Nationalpark hat es immer auch mit Glück zu tun, welche Tiere man sieht. Nashörner gehören da auch zu den eher seltenen Spezies. Ein recht guter Tipp, um Nashörner zu sehen, allerdings im Flutlicht, ist das campeigene Wasserloch in Halali. Dorthin kommen abends recht häufig Nashörner zum Trinken und auch andere Tiere kann man dort gut beobachten, zum Beispiel Hyänen oder auch Kaninchen, selten aber beide gleichzeitig :-)

  2. Die Fotos sind superschön! Mir gefällt vor allem wie ihr die Tiere in diesem warmen Licht aufgenommen habt. Der Etosha Nationalpark scheint für Tierfotografen daher besonders interessant zu sein…

    Bei dem kleinen Elefanten war ich etwas verwundert, dass es von seiner Herde zurückgelassen wurde. Hätte ich nicht von einer Elefantenherde erwartet! Oder war das nur vorrübergehend? Habt ihr da was beobachtet?

    • Absolut! Wer es liebt Tiere zu fotografieren, ist hier richtig. Am besten bucht man dann noch den Aufenthalt in einem Camp im Inneren des Etosha Nationalparks.

      Wir haben das Wasserloch drei Mal an dem Tag angefahren. Zwei Mal haben wir den Elefanten angetroffen und beim dritten Mal war er verschwunden. Jedoch weiß ich nicht, ob er zurückgelassen wurde oder ob ihn Ranger abtransportiert haben. Beim zweiten Besuch am Wasserloch war er nämlich schon unter Beobachtung der Wildhüter.

      Viele Grüße
      Christian

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