Lightroom Presets – Stilsicher oder Schnick Schnack?

Die Lightroom Presets bieten die Möglichkeit Bilder einfach einheitlich zu bearbeiten. Ich will euch heute zeigen, wie man sie nutzen kann, welche Möglichkeiten dadurch entstehen und was die Vor- und Nachteile sind.

Lightroom Presets – was ist das?

Die Lightroom Presets sind Vorgaben für Entwicklungseinstellungen. Entwicklungseinstellungen heißt, es sind dort Parameter, wie z.B. Belichtung, Tiefen, Lichter, Sättigung etc. hinterlegt.

Mit einem Klick lassen sich so im Entwicklungsmodus von Lightroom vordefinierte Entwicklungseinstellungen auf ein Bild anwenden.

Das hat den Vorteil das man Serien von Bilder ganz einfach im gleichen Stil bearbeiten kann. Man könnte sagen, man wird stilsicher O_o

Um die Lightroom Presets zu verwenden, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Presets importieren
  • Presets selbst erstellen

Lightroom Presets importieren

Viele Presets gibt es bereits vordefiniert im Internet. Ziemlich bekannt sind die kommerziellen Presets von VSCO. Es gibt aber auch zahlreichen kostenlose Downloads für Lightroom Presets.

Die Voreinstellungen werden in sogenannten *.lrtemplate Dateien abgelegt. Nach dem Download könnt ihr diese an einem beliebigen Ort ablegen.

Um sie zu Importieren müsst ihr in den Entwicklungsreiter. In der linken Bildhälfte findet ihr »Vorgaben«. Dort könnt ihr mittels Rechts-Klick die Importfunktion aufrufen. Ich habe dazu mal einen Screenshot gemacht.

Danach müsst ihr nur noch zur *.lrtemplate Datei navigieren und diese öffnen. Schon sind die Presets geladen.

Die Presets selbst erstellen

Presets selbst anzulegen ist genauso einfach. Einfach wieder den Reiter Entwicklung aufrufen. Unter Vorgaben findet ihr ein graues Plus (ich habe es im Screenshot rot umrundet). Ein Klick darauf genügt und ihr könnt auswählen, welche Entwicklungseinstellungen ihr unter den Presets speichern wollt.

Pros & Cons

Aus meiner Sicht sind die Presets die ideale Möglichkeit um Grundarbeiten am Bild vorzunehmen oder den Bildern einen gewissen Stil zu verleihen. Man kann sie zum Beispiel, wie die vordefinierten Filter in Instagram, verwenden. Ein weiterer Vorteil ist die Konsequenz, die sich daraus entwickelt. Man kann damit wirklich auf einfache Weise eine ganze Bilderserie einheitlich bearbeiten.

Aufgrund der einfachen Anwendbarkeit muss man aus meiner Sicht aber aufpassen, dass man sie nicht per se über alle Bilder drüber klatscht. Nicht jeder Stil passt zu jedem Motiv. Dem Thema, wie weit Bildbearbeitung gehen darf, habe ich mich auch schon mal gewidmet und meine Meinung dazu niedergeschrieben.

Mein Stil, dein Stil – oder einfach ein Trend?

Wie es in vielen Lebensbereichen so ist, ist auch die Bildbearbeitung sehr trend-getrieben. Populär sind aus meiner Sicht aktuell Natur-Lifestyle-Fotos. Eine Charakteristik dieser Bilder ist, dass sie leicht entsättigt und überbelichtet wirken. Mal ein Beispiel aus Instagram:

Mit den Entwicklungseinstellungen (insbesondere über die Farbton-, Luminanz und Sättigungseinstellungen) kann man sich solchen Bearbeitungsstilen annähern. Hier ist mal ein Versuch und das Remake von einem Bild aus Norwegen:

Tal in Norwegen

Tal in Norwegen

Etwas entsättigt

Etwas entsättigt

Beide Bearbeitungsstile im Vergleich

Beide Bearbeitungsstile im Vergleich

Die vorgenommenen Einstellungen lassen sich dann per Presets festhalten und auf die gesamte Bilderserie übertragen. Ich würde allerdings dabei so vorgehen, dass ich grundlegende Einstellungen (Belichtung, Licht, Tiefe, Schwarz, Weiß, Weißabgleich, etc.) nicht in die Presets aufnehme.

Die Belichtung jedes einzelnen Bilds ist einfach zu verschieden.

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3 Kommentare zu “Lightroom Presets – Stilsicher oder Schnick Schnack?

  1. ich liebe ja presets und habe eigentlich mittlerweile ein preset-set, das ich praktisch immer verwende, mit nachjustierungen, wenn notwendig. klar ist es fraglich, ob es sinnvoll ist, weil vieles dadurch einheitsbrei wird. aber unterm strich ist es ja wichtig, dass das ergebnis einem selbst gefällt ^.^

    • Da hast du recht! Vor allem kann man damit auch schön seinen eigenen Stil auf alle Bilder übertragen. Allerdings bin ich der Meinung, dass man mit Presets vorsichtig umgesehen sollte, da zu krasse Einstellungen nicht zu jedem Bild passen :)

      Liebe Grüße
      Christian

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