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Auf Safari mit der Nikon D750 und dem Sigma 150-600 Contemporary

Im heutigen Artikel dreht sich alles um die Safari- und Wildlife-Fotografie. Ich berichte über die Nikon D750 und das Sigma 150-600 Contemporary. Zwei Neulinge in meiner Fototasche, die mich nach Namibia begleitenden.

Welche Erfahrungen ich damit unter anderem im Etosha Nationalpark gemacht habe, erfahrt ihr im nachfolgenden Erfahrungsbericht.

Gewicht & Größe

Weder das Nikon D750 noch das Sigma 150-600 kann man als Fliegengewicht bezeichnen. Beide zusammen kommen auf knapp 3kg. Eine echte Herausforderung, wenn man freihand fotografieren möchte. Aber auch eine Herausforderung für den Transport im Rucksack.

Wie ihr sehen könnt, hat in meinen Lowepro Flipside Sport alles gerade so reingepasst!

Nikon D750 mit Sigma 150-600 im Lowepro Flipside

Nikon D750 mit Sigma 150-600 im Lowepro Flipside

Wer mit der Höhe etwas Probleme hat, kann am Sigma die Stativschelle abschrauben und sie durch eine Gummimanschette ersetzen.

Maße und Gewicht der beiden im Überblick


Gewicht Maße
Nikon D750 840g ca. 113 x 140,5 x 78 mm (H x B x T)
Sigma 150-600 C 1930 g 105 x 260,1 mm (Durchmesser x Länge)

Kaufentscheidung und Nikon-Alternative

Vor der Reise hatte ich lange überlegt, ob ich mir das Sigma 150-600 zulegen sollte. Ich haderte, da ich in meiner APS-C Zeit schlechte Erfahrungen mit den Objektiven von Fremdherstellern gemacht hatte.

Nachdem mir das Tamron 150-600 an meiner Nikon D610 gut gefallen hatte, bestellte ich nach einigem Zögern das Objektiv. Bilder von meiner Nikon D610 und dem Tamron 150-600 findet ihr unter folgendem Link: Auf Safari in Deutschland

Die Entscheidung zwischen dem Tamron und Sigma fiel nach dem Studieren einiger Testberichte zu Gunsten des Sigmas aus.

Einzige und bezahlbare Nikon-Alternativ wäre das Nikon 70-200 f2.8 mit Nikon AF-S Telekonverter TC-20E III gewesen. Preislich liegt diese Kombination mit 2.700€ aber dann doch deutlich über dem Sigma 150-600.

Brennweite

Die Brennweite mit 150-600mm ist wirklich bombastisch! Und die Frage, ob man so viel Brennweite auf Safari braucht, war am ersten Wasserloch beantwortet: JA!

Zum Vergleich einfach mal ein paar Brennweiteneinstellungen direkt out-of-cam:

24mm Brennweite

24mm Brennweite am Nikon 24-70mm f2.8
70mm Brennweite

70mm Brennweite am Nikon 24-70mm f2.8
150mm Brennweite

150mm Brennweite am Sigma 150-600mm
600mm Brennweite mit dem Sigma 150-600

600mm Brennweite am Sigma 150-600mm

Gerade bei Tierportraits oder Wasserlöchern, die etwas weiter weg liegen, sind 600mm wirklich zu gebrauchen. Es gab auch Momente, da hätten es ruhig noch ein paar Millimeter mehr sein dürfen ;-)

Abbildungsleistung

Mit der Abbildungsleistung bin ich (fast) über den gesamten Brennweitenbereich zufrieden. Die Nikon D750 in Kombination mit dem Sigma liefern wirklich knackscharfe Aufnahmen. Nur bei 600mm Brennweite schwächelt die Leistung wahrnehmbar. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich an der Abbildungsleistung des Objektivs liegt oder nicht viel mehr der Autofokus.

Hier einige Eindrücke:

Zebra im Etosha: ISO 450 - 600 mm - f9.0 - 1/500 Sek.

Zebra im Etosha: ISO 450 – 600 mm – f9.0 – 1/500 Sek.
Gepard im Okonjima Reservat: ISO 450 - 600 mm - f8.0 - 1/500 Sek.

Gepard im Okonjima Reservat: ISO 450 – 600 mm – f8.0 – 1/500 Sek.

Autofokus

Der Autofokus ist aus meiner Sicht DER wunde Punkte an dem Sigma 150-600 in Kombination mit der Nikon D750. Wieso?

Wir hatten mehrfach das Problem, dass der Fokus nicht richtig traf. Gerade bei 600mm Brennweite und kleineren Objekten hatten wir das Problem, dass die Bilder nicht wirklich scharf wurden. Das lag in erster Linie daran, dass der Autofokus scharf signalisierte, obwohl das Bild bei genauerer Betrachtung gar nicht scharf war.

Ein weiterer Kritikpunkt ist aus meiner Sicht die Schnelligkeit des Autofokuses. Besonders beim Fotografieren von Vögeln war es schwer den Fokus zu finden.

Man wartet bis ein Vogel geflogen kommt und genau dann dreht das Fokusrad vor und zurück .. aaaarhhhh :S

Gefühlt hatte ich das mit dem Tamron und der Nikon D610 nicht so extrem.

Einmal Unscharf als Scharf bitte!

Einmal Unscharf als Scharf bitte!

Und sonst so …

Fotografieren mit 3kg in der Hand und ausgefahrenen 600mm wirkt als zittere man wie Espenlaub. Daher hatten wir einen Bohnensack dabei, um die Kamera auf der Autotür oder ähnlichem unbeschädigt abzulegen. Das stabilisiert ungemein und führt dazu, dass das Fotografieren mit solch einer Brennweite noch mehr Spaß macht.

Uncool ist jedoch, dass man auf dem matten Schwarz des Sigmas wirklich jeden Fingerabdruck sieht. Nach zwei Wochen Namibia sieht mein Sigma aus als wäre es bereits zwei Jahre im Betrieb.

Fazit Nikon D750 & Sigma 150-600 Contemporary

Auch wenn der letzte Teil etwas negativ klang, überzeugt bin ich dennoch von der Kombination. Insbesondere das Sigma Objektiv (mit seiner riesigen Brennweite) ermöglichte es uns, sehr viele wundervolle Momente in Namibia festzuhalten.

Carina bei der Arbeit :)

Carina bei der Arbeit :)

Ich würde wieder vor jedem Afrika bzw. Safari-Urlaub zu einem 150-600 Objektive der beiden Hersteller Sigma oder Tamron greifen. Vielleicht dann sogar zu dem etwas teurer Sigma 150-600 Sports. Dies ist laut Auskunft auf der Photokina deutlich besser vor Staub und Wasser geschützt. Was in einem trockenen Land wie Namibia definitiv zu empfehlen ist!


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Benutzt du auch das Sigma 150-600? Wir sind deine Erfahrungen? Schreibe uns und hinterlasse einen Kommentar.

 

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2 Kommentare zu “Auf Safari mit der Nikon D750 und dem Sigma 150-600 Contemporary

  1. Hallo, super Bericht. Habe selber die Kombi und bin auch begeistert. Verstehe aber nicht ganz, warum du so lange belichtest (1/500). Die D750 kann ohne weiteres bis ISO 1600 verwendet werden. Bei deinen Einstellungen kommst du schnell auf 1500er Belichtungszeiten, was bei 600mm durchaus vom Vorteil ist. Dafür hat man doch eine D750 :-)

    • Hi Mark,

      du hast absolut Recht! ISO 1600 für die Nikon D750 ist wirklich kein Problem. Aus meiner Sicht reichen für so ruhige Motive auch 1/500 aus. Man muss das Bild ja nicht unnötig verrauschen.

      Für rennende, kämpfende oder fliegende Tiere muss man natürlich kürzer belichten :-)

      Viele Grüße
      Christian

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