photokina-2016

Photokina 2016 – meine Eindrücke

Wir sind gerade noch rechtzeitig aus Namibia zurückgekommen, um die Photokina nicht zu verpassen. Eigentlich ja ein Pflichttermin für alle Fotobegeisterten. Allerdings ist der September auch ein ziemlich geiler Reisemonat… Schwierige Entscheidung und die fiel in der Vergangenheit meist zu Gunsten einer Reise aus.

Gestern war es dann aber so weit. Mein erster Besuch auf der weltgrößten Fotomesse stand bevor.

Photokina 2016

Photokina 2016

Dem ambitionierten Messebesucher stellen sich im Vorhinein viele Fragen: Welchen Stand soll man besuchen? Welche Neuvorstellungen gibt es? Wann gibt es wo welchen Vortrag? Fragen über Fragen…

Da die Vorbereitungszeit in Namibia ziemlich kurz ausfiel, startete ich einfach unvorbereitet in das Messeabenteuer und ließ mich treiben.

Viele positive Eindrücke

Positiv stimmte mich direkt der erste Besuch am Stand von Fuji ein. Wenig Andrang und viele Möglichkeiten, Kamera und Objektive auszuprobieren. Dieses positive Bild setzte sich bei allen Kamera- und Objektivherstellern auf dem Messegelände fort.

Irgendwie war, verglichen mit meinen bisherigen Messeerfahrungen, an allen Ständen erstaunlich wenig Andrang.

Viel kann ausprobiert werden

Viel kann ausprobiert werden

Sigma, Canon & Co.

Persönliches Highlight am Stand von Sigma war das Sigma 200-500 f2.8 (UVP 23.500€). Das Monstrum hatte ich bisher nur durch Schaufensterglas bewunder dürfen. Auf der Photokina hatte ich dann die Möglichkeit damit ordentlich rumzuballern.

Am Sigma Stand interessierte mich vor allem der Vergleich zwischen dem Sigma 150-600 Contemporary und der Sports-Variante. Das Sigma 150-600 Sports wirkte auf den ersten Griff hochwertiger und der Autofokus arbeitete am Ausstellungstück schneller als am Contemporary Pendant. Ein detailierter Vergleich ist an den angebunden Ausstellungstücken allerdings nicht möglich ..

Von Sigma und Fuji ging es für mich weiter zu Canon. Endlich die bereits im August angekündigte Canon 5D Mark IV in die Hand nehmen. Auch hier ein guter erster Eindruck. Allerdings gefällt mir nach wie vor die Haptik der Canon-Geräte nicht. Geschmackssache halt!

Leica Galerie

Total begeistert war ich von Halle 1, der Leica Galerie „Masters of Photography“. Über 400 Ausstellungsstücke von Leica-Fotografen. Teils sehr eindringlich, teils eher unaufgeregt, aber alle waren perfekt umgesetzt.

Hier einige Eindrücke aus der Halle:

Leica Galerie: Masters of Photography

Leica Galerie: Masters of Photography

Leica Galerie: Masters of Photography

Leica Galerie: Masters of Photography

Leica Galerie: Masters of Photography

Leica Galerie: Masters of Photography

Puristisch & edel: Leica

Leica begeisterte mich nicht nur mit der eigenen Galerie. Auch mal eine solche Kamera in die Hand zu nehmen, war eine besondere Erfahrung für mich: Der Blick durch den Sucher, das Fokussieren mit dem Zeigefinger am Objektiv. Herrlich!

Eindruck vom Leica-Stand

Eindruck vom Leica-Stand

Photokina – was mir nicht so gefiel

Wo Licht ist, gibt es auch Schatten.

Nikons Action-Kamera KeyMission

Irgendwie war ich schon im Vorhinen von Nikon enttäuscht. Insgeheim hatte ich gehofft, Nikon würde einen Nachfolger der D610 präsentieren. Dem war allerdings nicht so. Stattdessen stößt Nikon in den Markt der Action-Kameras vor.

Für mich eine fragwürdige Entscheidung, da ich den Markt der Action-Kameras für wenig zukunftsfähig halte (ähnlich wie den für Kompaktkameras).

Actionhall ohne Action

Ähnlich enttäuscht war ich von der Actionhall. Mit der Erwartung auch mal selbst eine Drohne fliegen zu dürfen, hatte ich wohl zu viel erwartet. Stattdessen gab es eine große leere Halle und ab und zu ein paar Vorführungen von DJI, die mich jetzt nicht wirklich vom Hocker gehauen haben.

Street-Fotografie von Tomek Sikora

So viel vorweg: Ich bin kein großer Freund der Street-Fotografie. Vielleicht ging ich daher auch nicht ganz unvoreingenommen in den Vortrag von Tomek Sikora. Allerdings fand ich seine Werke geschmacklos und uninspirierend.

Aus meiner Sicht war es eine Aneinanderreihung von unvorteilhaften Momentaufnahmen gepaart mit der Zuschaustellung von Obdachlosen ohne jegliches politisches Statement. Viel besser war hingegen der Folgevortrag von Martin Hülle, der viele besondere Momentaufnahmen aus den nordischen Ländern mitbrachte.

Hasselblad 30.000€ Drohne

Hasselblad 30.000€ Drohne

Hasselblad X1D

Eine gewisse Arroganz sei ihnen gegönnt. Wer es schafft, Kameras für 10.000€ aufwärts an den Mann zu bringen, hat Respekt verdient.

Uns wurde am Stand die Hasselblad X1D vorgestellt. Diese wirkte auf mich jedoch unausgereift. Das Bedienkonzept mit Touchscreen wenig intuitiv. Aber immerhin stand Hasselblad drauf  ..

Mein Fazit

Die Photokina 2016 hat (und wie sollte es auch anders sein) Lust auf Fotografie gemacht. Die vielen Galerien, die zum Teil gelungenen Vorträge und der ganz Techie-Kram haben ordentlich Motivation geliefert, wieder mehr mit der Kamera zu machen und Fotografie nicht nur auf das Reisen zu beschränken.

Auch werden kompaktere Systeme immer interessanter. Fuji und Sony sind da aus meiner Sicht ordentlich unterwegs, auch wenn ich dem elektronischen Sucher nach wie vor nichts abgewinnen kann.

Live Shootings auf der Photokina

Live Shootings auf der Photokina


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2 Kommentare zu “Photokina 2016 – meine Eindrücke

  1. der elektronische sucher bei den kompakten systemen ist für mich auch ein hemmschuh. ich habe ja die sony alpha 6000 zusätzlich zur nikon und die ist ein wirklich tolles gerät. aber wenn die sonne scheint fotografiert man die halbe zeit blind.
    ob ich es wohl auch eines tages auf die photokina schaffe? es würde mich schon interessieren, aber hinfliegen, überteuerte zimmer zahlen und die menschenmassen schrecken mich dann doch immer wieder ab.

    • Was mich an der elektronischen Suchern stört, ist (auch bei aktuellen Modellen) die teils schlechte Auflösung, die Bildwiederholrate und Flimmern, aber auch teils langsame Reaktion auf Änderungen der Lichtverhältnisse.

      Zumindest beim Thema „Menschenmassen“ war ich auf der Photokina positiv überrascht. Von IAA, Cebit, etc kenne ich viel vollere Hallen und viel dichteren Andrang.

      Liebe Grüße
      Christian

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