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Wandern in Jotunheimen: Memurubu – Gjendebu

Die zweite Etappe unserer Wanderung entlang des Gjende führt uns von Memurubu nach Gjendebu. Trotz des starken Regens in der Nacht halten wir es relative lange im (nassen) Zelt aus. Um 8 Uhr wagen wir den ersten Blick raus. Zu unserer Verwunderung sind bereits die meisten anderen Zelte verschwunden.

Zum Frühstück gibt es mal wieder Haferflocken verfeinert mit Kokosflocken, Rosinen und Dinkelcrunchies (total lecker!!!!). Auch wenn wir es bereits die Tage zuvor gegessen haben, schmeckt es jeden Tag aufs Neue. Nach einem kurzweiligen Frühstück brechen wir gen Gjendebu auf.

Wandern im alpinen Gelände

Steil geht es bereits kurz nach der Hütte Memurubu aufwärts. Immer wieder müssen wir Pausen einlegen, da die Kombination aus schwerem Rucksack und steilen Aufstieg kräfteraubend ist. Als wir den ersten Gipfel (Sjurgudtinden) erklommen haben, genießen wir die wunderbare Aussicht auf den Gjende und die Hütte im Tal.

Blick auf Memurubu

Blick auf Memurubu

Oberhalb des Memurudalen führt der Pfad weiter Richtung Landesinnere und weg vom Ufer des Gjende. Wir passieren dabei den Sjugurdtindtjønne und Grunnevatnet. Unser Blick schweift immer wieder in das Memurudalen. Wie eine Schnur zieht sich der Fluss Muru durch das Tal – hinauf zu den Giganten Jotunheimens.

Das Memurudalen und der Fluss Muru

Das Memurudalen und der Fluss Muru

Das Höhenprofil der Wanderung ist nicht nur durch die anfängliche Steigung deutlich anspruchsvoller als unsere Tour von Gjendesheim nach Memurubu. Der Pfad ist ein Auf und Ab. Immer wieder müssen wir steile Ansteigungen überwinden – aber das alpin-anmutende Gelände und die Aussicht entschädigen dafür.

Jotunheimen Nationalpark

Jotunheimen Nationalpark

Und auf einmal wird es richtig steil

Gegen Ende der Tour kommen uns immer wieder Wanderer entgegen, die am Vorabend ebenfalls vor Memurubu gezeltet haben. Wir wundern uns, da wohl viele von ihnen mit der Fähre früh morgens zur Gjendebu gefahren sind und nun wieder zurück laufen. Der Grund dafür sollte uns erst später klar werden…

Als wir dreiviertel der Strecke zurückgelegt haben, zweigt der Weg zur Gjendebu ab. Über das Storådalen und einen Umweg ist die Wanderung zur Gjendebu ebenfalls möglich. Wir entscheiden uns aber für die kürzere Variante und den Abstieg zum Bukkelægret.

In Serpentinen führt der Weg von 1500 Höhenmetern auf knapp 1000 hinunter. Höhenangst sollte man hier definitiv nicht haben!

Der Abstieg entlang des Gjende

Der Abstieg entlang des Gjende

Blick Richtung Gjendebu

Blick Richtung Gjendebu und etwas Regen in der Ferne

Einige Stellen beim Abstieg sind mit Ketten zu überwinden. Die Passagen sind lang und nicht zu vergleichen mit dem kurzen Abschnitten auf der Wanderung zum Buerbreen beispielsweise.

Es geht fast in die Vertikale und das mit einem 78 Liter Rucksack auf dem Rücken. Yiiipeaaah!

Abstieg mit Kette :)

Abstieg mit Kette :)

Mit ordentlich Adrenalin im Blut werden die letzten Kraftreserveren mobilisiert. Plötzlich wird uns auch klar, wieso die anderen uns entgegen kamen: Den Abschnitt mit den Ketten sollte man lieber zu Beginn der Tour machen.

Nachdem das alles geschafft ist, geht es entlang des Gjende nach Gjendebu. Der letzte Teil der Tour führt durch einen Wald, ist etwas morastig und übersät von zahlreichen kleineren Steinen.

Teurer Spaß: Ankunft an der Gjendebu

Als wir das Gatter zum weitläufigen Grundstück der Hütte betreten, wundern wir uns über die Nummierung der Zeltplätze. Die Hinweisschilder sind jedoch eindeutig.

Wer in der Umgebung der Gjendebu zelten will, muss zahlen. 80 NOK pro Person und Nacht. Noch ein Grund mehr, weshalb uns so viele heute entgegen kamen.

Langsam wird unsere Dreitagestour durch Jotunheimen zu einem teuren Vergnügen: 160 NOK für einen Zeltplatz, 400 NOK die Fähre und 320 NOK der Parkplatz. Macht fast 100€ für zwei Nächte in der Wildnis.

Um nicht noch die Gebühr für einen Zeltplatz zahlen zu müssen, begeben wir uns zurück Richtung Bukkelægret. Dort gab es einige “Halbinseln”, die in den Gjende geragt haben und so schlagen wir unserer Zelt auf einer solchen Halbinsel auf (Konsequenterweise haben wir natürlich auch auf die Annehmlichkeiten der Hütte verzichtet).

Unser Zeltplatz im Sonnenuntergang

Unser Zeltplatz im Sonnenuntergang

Wanderung in der Übersicht

Weitere Eindrücke der Wanderung

Blick zurück Richtung Gjendesheim

Blick zurück Richtung Gjendesheim

Abzweigung Bukkelægret und Storådalen

Abzweigung Bukkelægret und Storådalen

Wegweiser des DNT

Wegweiser des DNT

Abends am Gjende

Abends am Gjende

Wasserfall des Storåe

Wasserfall des Storåe

 


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4 Kommentare zu “Wandern in Jotunheimen: Memurubu – Gjendebu

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