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Veinestinden – der andere und schönere Blick auf Reine?

Unser Startpunkt zum Veinestinden ist der Parkplatz direkt an der Brücke von Djupford. Von der Brücke aus, kann man schon über das Wasser hinweg, die rote Hütte am Ende des Fjords erkennen. Dahinter beginnt der Aufstieg auf den Gipfel.

Blick auf die rote Hütte am Ende des Djupfjords

Blick auf die rote Hütte am Ende des Djupfjords

Entlang des Djupfords

Um zur roten Hütte zu gelangen, läuft man circa 45 Minuten links neben dem Wasser, etwas erhöht am Hang, auf einer Art Trampelpfad. Und dieser hat es in sich. Es erwarten uns sehr abwechslungsreiche 45 Minuten bis wir zur roten Hütte gelangen.

Der Pfad ist zwar erkennbar, jedoch fordert er ein erhöhtes Maß an Beweglichkeit und Flexibiliät: Neben rutschigen Stellen und einem steilen Abschnitt, muss man – teils mit Hilfe von Ästen und Wurzeln – versuchen die doch höhenmäßigen Verschiedenheiten mit seinem Körper irgendwie auszugleichen, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Hier kommt es aber sicherlich auch darauf an, wie trocken es die vergangenen Tag war.

Kurz vor der roten Hütte angekommen bleiben wir stehen und genießen den fantastischen Blick zurück auf die Brücke und den Fjord.

Aufstieg Veinestinden

Für den Aufstieg, gibt es keinen Pfad mehr, an dem man sich orientieren kann. Mit der Wegbeschreibung und den angegebenen Koordinaten von Rando-Lofoten starten wir den Aufstieg links vom Wasserfall, querfeldein über die moosbewachsenen Felsen.

Wasserfall beim Aufstieg zum Veinestinden

Wasserfall beim Aufstieg zum Veinestinden

Immer wieder kontrollieren wir nicht zu weit vom Wasserfall abzukommen und bahnen uns unseren Weg nach oben.

Nach circa 30 Minuten befindet sich vor uns ein Felsenmeer, über das wir beginnen weiter nach oben zu steigen. Irgendwie mit einem mulmigen Gefühl – kann das wirklich der richtige Weg sein? Wir gehen weiter und weiter, der Abhang wird eher steiler als gerader und das Gefühl im Magenbereich wird immer beklemmender. Wir überlegen wieder umzudrehen. Aber wer will diesen gleichen Weg schon wieder zurückgehen? Also gehen wir weiter.

Blick auf den See oberhalb des Djupfjord

Blick auf den See oberhalb des Djupfjord

Irgendwann haben wir es dann geschafft und sehen den See, an dem man sich rechts vorbei haltend Richtung Wasserlauf begeben soll. Nach circa 5 Minuten sehen wir den Wasserlauf, bzw. Wasserfall – je nach Jahreszeit, wie es bei Rando-Lofoten heißt.

Leider finden wir eher zweites vor, erkennen auch den Stein, den man für „in zwei Sprüngen“ über den Wasserlauf benutzen soll. Für uns nicht machbar, der Stein wird durch das fließende Wasser fast vollständig bedeckt, sieht verdammt rutschig aus und direkt rechts geht es ziemlich steil nach unten. Trotzdem sagen wir uns, können wir doch jetzt nicht umkehren, nachdem wir schon soviel Adrenalin ausgestoßen haben.

Hier sollen wir rüber???

Hier sollen wir rüber??? (Ja, auf dem Bild sieht es nicht so schlimm aus ;) )

Wir überlegen es in einem Sprung zu riskieren – Fehlanzeige. Wir überlegen uns, die Schuhe auszuziehen und barfuß das Wasser zu überqueren – zu rutschig wahrscheinlich. Nach 10 Minuten Rumspinnerei geben wir es auf und reden uns als Beruhigung ein, dass der weitere Weg noch sehr schneebedeckt aussieht und wir deshalb ja sicherlich eh nicht bis auf den Gipfel kommen.

Statt Gipfel – Picknick in spektakulärer Kulisse

Wir entscheiden uns, unsere Decke auszubreiten und uns bis hierhin mit einem kleinen Picknick zu entschädigen. Wir genießen die Sonne und den Ausblick, machen uns aufgrund des starken Windes aber ziemlich schnell auf den Rückweg. Aber nochmal über die Felswand zurück? Nein, wir versuchen einen Alternativweg zu finden und bemerken ziemlich schnell, dass wir auf dem Hinweg wohl den falschen Weg gewählt haben.

Der Rückweg gestaltet sich, nicht unbedingt einfacher, aber weniger gefährlich. Einzige Schwierigkeit sind 2 größere Felsplatten, die bei Nässe bestimmt sehr rutschig sein können. Ansonsten abenteuerlich, da kein Weg, aber nicht gefährlich.

Blick beim Abstieg auf den Djupfjord

Blick beim Abstieg auf den Djupfjord

Nach dem Abstieg kommen wir neben der roten Hütte raus und gehen den gleichen Weg am See entlang zurück zur Brücke.

Am selben Abend entscheiden wir uns noch die berühmte 3 Gipfeltour zu laufen (Kjølen-Gylttinden-Merraflestinden). Wobei wir ehrlich sagen müssen, dass wir nur letzteren tatsächlich bis zum Ende bestiegen haben. Die Geschichte zu diesem Aufstieg erzählen wir euch ein anderes Mal. Vom Gipfel des Merraflestinden, können wir auf den Veinestinden schauen und sehen, dass der komplette Gipfel noch mit Schnee bedeckt ist. Nun sind wir beruhigt, hätten wir es doch am Morgen eh nicht bis hinauf schaffen können.

Am nächsten Tag entscheiden wir uns dann doch noch auf den Reinebringen zu laufen, zu neugierig sind wir, den Blick auf Reine nicht wenigstens von dort aus zu genießen. Aber, und das haben wir uns fest vorgenommen, werden wir in einem Sommer wiederkommen, um doch noch den angeblich schöneren Blick auf Reine zu genießen :).

Weitere Informationen zu Wanderung Veinestinden

  • Strecke bis zum See: 6 km
  • Dauer bis zum See: 3-4 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: anspruchsvoll
  • Einstieg (GPS): 67.912975 013.072121
  • Aufstiegspunkt am Wasserfall zum See (GPS): 67.920012 013.041410
  • Unsere Lofoten Reise in der Übersicht

 


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4 Kommentare zu “Veinestinden – der andere und schönere Blick auf Reine?

  1. Wow, die Bilder von der Natur sind einfach nur umwerfend! Vor allem wie türkisgrün das Wasser am Ufer des Djupfjord ist, ist einfach nur gigantisch!

  2. Aaaahh, wie herrlich :) Norwegen und vor allem die Lofoten müssen echt ein Paradies sein. Der Ausblick oder eher gesagt generell der Blick rundherum ist richtig schön. Berge mit etwas Schnee, sate Farben und dann noch der Fjord. Feine Sache muss ich schon sagen. Bei so einer Kulisse picknicken ist ja schon fast wie im Märchen.
    Gruß aus dem Wunderland,
    Dori

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