utakleiv

Fotografieren in einer Traumkulisse: Utakleiv, Lofoten

Im Norden der Insel Vestvågøya liegt der Strand Utakleiv. Unzählige Felsen in unterschiedlicher Form und Größe reihen sicht entlang des Strandes.

In der Ferne erheben sich die Gipfel des Skolmen und Medskolmen. Der Strand Utakleiv bietet eine Kulisse, die Herzen höher schlagen lässt.

Reflektionen am Utakleiv

Zahlreiche Steine und Felsen am Strand von Utakleiv

Während wir dort sind, ziehen tiefe und schwere Wolken über den Strand hinweg. Es nieselt immer wieder leicht und in der Luft hängt der modrige Geruch von Seegras.

Obwohl es kurz vor 23 Uhr ist, dämmert es nur leicht. Die Mitternachtssonne hat die Lofoten Ende Mai bereits voll im Griff.

Trotz der späten Stunde schießt mir beim Anblick der Kulisse das Adrenalin ins Blut. Ich probiere viele Motive aus. Versuche die Berge an Seegras zu überwinden, die die Ebbe hinterlassen hat.

Ich weiß nicht, wie viele Kilometer wir an diesem Abend für die Bilder laufen. Aber sicherlich sind es in den drei Stunden einige. Denn ungeachtet der spektakulären Kulisse wollen mir die Bilder nicht so recht gefallen.

Erst gegen Ende, als die Flut einen Teil des Strandes zurückerobert hat, gelangen mir Bilder mit denen ich zufrieden zum Auto zurückkehre.

Damit es euch nicht so wie mir ergeht, habe ich meine Erfahrungen gesammelt im nachfolgenden Text dargestellt.

Die Gezeiten & das Seegras

Während wir dort waren herrschte Ebbe. Von einer wilden Brandung und einem tosenden Meer keine Spur. Dafür lag haufenweise Seegras am Strand herum. Wer das Problem umgehen möchte, sollte schon bei der Reiseplanung die Gezeiten berücksichtigen.

Seegras am Strand von Utakleiv

Seegras am Strand

Auch schien das Meer im Mai (verglichen mit den Bildern anderer Fotografen) sehr ruhig zu sein. Wir hatten während unserer gesamten Lofoten Reise keinen Tag, an dem ordentlich Seegang war.

Grüne Steine am Utakleiv Strand

Wer auf der Suche nach algenbewachsenen und grünen Felsen am Strand von Utakleiv ist, sollte ein paar Schritte Richtung Nord-Osten machen. Dort ist ein kleiner Bachlauf, der ins Meer fließt. Die Steine dort sind allesamt mit Algen bedeckt und schimmern surreal grün.

Grüne Stein am Strand Utakleiv

Surreal grüne Steine

Das Utakleiv-Eye

Ein anderes bekanntes Motiv von Utakleiv ist das sogenannten »Utakleiv Eye«.

Utakleiv Eye

Utakleiv Eye

Es sind kleine Fützen, die sich auf den riesigen Felsen nach Regen oder Flut gebildet haben. Diese findet ihr direkt unterhalb des Parkplatzes vor. Auf dem nachfolgenden Bild kann man auch deutlich sehen, wie viel Seegras hier herumlag. Ein vernünftiges erreichen des Wassers war unmöglich: Das Seegras ist glitschig und höllisch glatt!

Utakleiv Eye

Utakleiv Eye

Behind the scenes

Die Bilder, die ihr hier seht, sind alle mit folgendem Equipment entstanden:

Carina hat dieses Mal auch ein Bild von mir gemacht, während ich fotografiere. So könnt ihr mal einen Blick hinter die Kulissen werfen ;)

Meine Kamera & ich

Meine Kamera & ich

Unter anderem ist dabei folgendes Bild entstanden.

Das Ergebnis

Das Ergebnis

Die Anfahrt & Übernachten

Die Anfahrt zum Utakleiv Strand ist einfach. Er ist mehrfach entlang der E10 ausgeschildert.

Von Ballstad aus kommend, sind wir die E10 Richtung Å gefahren und dann vor dem Nappstraumtunneln auf den Offersøyveien abgebogen.

Aus Richtung Svolvær / Bøstad kommend könnt ihr bereits kurz hinter dem Farstadvatnet auf den Leiteveien abbiegen. Dann immer gerade aus und irgendwann passiert ihr einen Tunnel. Hinter dem Tunnel erreicht ihr die kleine Ortschaft Utakleiv. Kurz vorher müsst ihr allerdings links abbiegen, um an den Strand und dessen Parkplatz zu gelangen.

Das Übernachten am Strand ist ebenfalls kein Problem. Eine große Wiese direkt am Parkplatz bietet sich bestens zum Zelten an. Wer eine fest Unterkunft bevorzugt, kann einen Blick in den Reisebericht zu unserer Lofoten Reise werfen und sicht dort Inspiration holen.


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7 Kommentare zu “Fotografieren in einer Traumkulisse: Utakleiv, Lofoten

  1. Hallo Christian,

    mir gefallen speziell deine Bilder vom Wasser mit Langzeitbelichtung extrem gut! Wirklich toll. Ich hinke da noch total hinterher, irgendwie wird das Wasser bei mir nie so “flauschig” . Magst du mir vielleicht die Einstellungen von deinem letzten Bild verraten?
    Liebe Grüße
    Lisa

    • Hi Lisa,

      vielen Dank für dein Kompliment! ;) Das Wasser wird ab einer bestimmten Belichtungszeit so schön weich.

      Die Daten zum Bild lauten:
      – Empfindlichkeit: ISO 640
      – Blende: f9.0
      – Brennweite: 14mm
      – Belichtungszeit: 0,4 Sekunden

      Die Technik, die hinter dem Bild steckt:
      – Nikon D610
      – Nikkor 14-24mm
      – Haida Filterhalter
      – LEE 0.9 GND

      Ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen. Falls du noch Fragen hast, gerne und jederzeit! :)

      Liebe Grüße
      Christian

      • Hallo Christian,

        danke für die rasche Antwort. Ich bin wirklich überrascht, dass es nur 0,4 Sekunden waren, ich hätte gewettet es wäre länger gewesen ;-) Ich muss mir definitiv mal wieder ein Wasser suchen zum Üben..

        LG
        Lisa

        • Hallo Lisa,

          ja, das ist wirklich viel Übungssache. Man merkt auch schnell, wie sich das Wasser verändert, wenn man noch länger belichtet.
          Mit 0,4 Sekunden erhält man ein wenig die Struktur der Spritzer und Wellen. Sobald es über die 2-3 Sekunden hinausgeht, wirkt das Wasser eher wie Nebel.

          Grüße
          Christian

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