Der Aufstieg zum Reinebringen – ein Lofoten-Hype

Ist es die fantastische Aussicht, der Blick aus 440 Metern Höhe oder die Berühmtheit des Reinebringens, die tagtäglich hunderte Menschen zum Aufstieg bewegt?

Wir überlegten auch, ob wir es wagen sollten. Mittlerweile liest man überall von den Gefahren: der extrem steile Aufstieg, der mögliche Steinschlag und die vielen Besucher.

Unterwegs zum Gipfel des Reinebringen

Wenn man schon mal da ist, muss man ja auch mal dort hoch, dachten wir uns (wie wahrscheinlich viele andere) und so stand der Plan.

Wir starteten morgens, kurz nach 10. Das Auto stellten wir oberhalb von Reine ab (GPS 67.928492, 13.084328). Der Aufstiegspunkt (GPS 67.923198, 13.079010) zum Reinebringen befindet sich einige hundert Meter weiter Richtung Djupfjord.

Obwohl es zwei Tage zuvor trocken war und wir auch an diesem Tag strahlend blauen Himmel und viel Sonne hatten, erinnerte der erste Teil durch einen Zwerg-Birkenwald eher an eine Schlammschlacht als an eine Wanderung.

Überall Bachläufe, knöcheltiefer Matsch und teils enge Passagen – aber immerhin noch nicht so steil.

Der Blick zurück auf den Anstieg

Der Blick zurück auf den Anstieg

Nach Verlassen des kleinen Waldes begann dann der „richtige“ Aufstieg zum Reinebringen und es wurde trockener – zum Glück!

Es war steil, teils etwas knifflig und manchmal musste man auch die Hände einsetzen. Aber damit nicht viel anders als die Wanderung zu anderen Lofoten-Gipfeln (was keinesfalls die Gefahren schmälern soll).

Der atemberaubende Blick vom Reinebringen

Nach knapp 50 Minuten standen wir oben. Der Ausblick ist wirklich fantastisch: Der Reinefjord in seinen verschiedenen Grün- und Blautönen, das Dorf Reine wie ein Modell – eingerahmt von den zackigen Bergspitzen der Lofoteninsel.

Es ist wohl einer dieser Ausblicke, die man nicht mehr vergessen wird!

Der Blick vom Reinebringen

Der Blick vom Reinebringen

Dank des Tipps von ulligunde auf outdooractive (nämlich schon früh auf den Reinebringen aufzusteigen, um die Sonne über dem Fjord zu haben) war die Anzahl an Personen auf dem Plateau des Reinebringen noch überschaubar.

Nach ein paar Bildern auf und vom Reinebringen und einer netten Unterhaltung mit einem Pärchen aus Stuttgart (die knapp 3 Wochen mit dem Zelt auf den Lofoten unterwegs waren) ging es wieder runter.

All die Stellen, die man schon beim Aufstieg verflucht hatte, musste wir jetzt ein zweites Mal überwinden.

Mittlerweile war auch deutlich mehr Betrieb am Berg. Immer wieder kamen uns kleine und größere Gruppen entgegen. Immer wieder wurden wir gefragt, wie lange es noch bis zum Gipfel dauere :)

Nach knapp einer Stunde hatten wir es geschafft: wir waren sicher und auch etwas erleichtert wieder unten angekommen.

Allgemeine Informationen zum Reinebringen:

  • Höhe lt. GPS: 440m
  • Auf- und Absteigezeit: ca. 1,5-2,5 Stunden
  • Schwierigkeitsgrad: anspruchsvoll
  • Sonstiges: am besten nur bei trockenem Wetter und am Vormittag besteigen

Alternativen zum Reinebringen

Wer auf der Suche nach einer Alternative zum Reinebringen ist, kann in Reine z.B. auch auf den Veinestinden wandern. In Ballstad gibt es den Ballstadheia, der über eine ähnlich spektakuläre Aussicht verfügt. Weitere schöne Wanderungen findet ihr auch im Reisebericht zu unserer Lofoten Reise.

Zum Abschluss noch eine Anmerkung in eigener Sache:

Leider können wir euch von den Lofoten kaum DSLR-Bilder präsentieren. Das hat den Grund, dass meine Kamera am 3 Tag irreparabel beschädtigt wurde :/ Bitte seht es uns nach :)

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9 Kommentare zu “Der Aufstieg zum Reinebringen – ein Lofoten-Hype

  1. oh man wie ärgerlich ist denn das mit der kamera? O.o was ist denn da passiert? die aussicht ist wuuunderschön, auch wenn der weg dahin nicht grade verlockend klingt ;)

  2. Da hattet Ihr aber auch wirklich tolles Wetter! Bei uns was es auch so traumhaft schön. Leider habe ich erst nach unserem Aufstieg gelesen, dass der Weg dort hinauf wegen der vielen Besucher ernsthaft gefährdet ist und droht abzurutschen, weil immer mehr rechts uns links der ausgetretenen Wege gehen. Wäre schade, wenn die super Aussicht bald geschlossen werden müsste – aber verstehen würde ich es aus Naturschutzgründen schon …

    • Hey Sabine!

      Mit dem Wetter hatten wir auf den Lofoten wirklich Glück. Mit so viel Sonne haben wir gar nicht gerechnet.

      Ja, das ist leider wirklich so. Mittlerweile führen zig Bahnen hinauf auf den Reinebringen. Stellenweise muss man auch über blanken Fels, weil die Erde komplett abgerutscht ist. Teils haben sich auch tiefe Furchen gebildet und man mag sich gar nicht vorstellen, wie der Weg hinauf ist, wenn es wirklich mal ordentlich geregnet hat :S

      Grüße
      Christian

  3. Super Artikel, steht bei mir auch bald an ! Schade das mit der Kamera :-(
    Die Koordinaten im Text sind beides mal dieselben… werde es schon finden :-)

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