calvendo kalender erfahrungen

Erfahrungsbericht: Meine Calvendo Kalender für 2016

Auf Amazon als Autor gelistet, eigene ISBNs und Geld verdienen mit den eigenen Bildern. Das alles klingt für dich verlockend?

Dann möchte ich dir heute zeigen, wie es geht. Aktuell bin ich mit zwei Kalendern auf Amazon und in anderen Online-Shops gelistet.

Meine Kalender

Bei den Kalender handelt es sich um ausgewählte Landschaftfotografien unserer Reisen.

Dies ist zum einen ein Kalender mit Seelandschaften aus Bayern und zum anderen ein Kalender mit den schönsten Strandmotiven der Seychellen.

Mit einem Klick auf das Kalender-Cover kannst du sie direkt bei Amazon aufrufen und dir einen Eindruck verschaffen, wie sie dort präsentiert werden.

Alpine Seelandschaft

Alpine Seelandschaften

Alpine Seelandschaften

Der Kalender “Alpine Seelandschaften” ist das Resultat unserer Seenrundreise. Wir zeigen verschiedene Seen aus der Alpenregion und möchte damit Fernweh wecken. Mal gucken, wie gut uns das bei den Käufern gelingt ;)

Seychellen – Willkommen im Paradies

Seychellen Kalender

Seychellen Kalender

Erinnert ihr euch noch an unsere Seychellen Reise? Wir haben die 22-Tage Seychellen in diesem Kalender dokumentiert und bringen Strand-Feeling in das Wohnzimmer.

Für alle die, die Beiträge noch nicht kennen und schon mal einen Eindruck von dem Kalender bekommen wollen:

Nachfolgend nun die Beschreibung für die Erstellung meiner Kalender.

Meine ersten Erfahrungen mit Calvendo

Im Internet bin ich über den Anbieter Calvendo gestoßen. Dieser bietet einen kostenlose Plattform zur Veröffentlichung deiner Kalender an. Mit allem drum und dran.

Was du dafür tun musst, ist ein Profil einrichten und los geht’s.

Auf der Weboberfläche wird man durch den Konfigurator geführt. Schritt für Schritt erstellt man nun seinen Kalender.

Schritt für Schritt zum fertigen Kalender

Die notwendigen Schritte zur Erstellung eines fertigen Kalenders werden durch den Workflow vorgegeben. Ich möchte dennoch eine kurze Übersicht geben, wie ich es gehandhabt habe.

Idee oder Thema das Kalenders

Bevor ihr euch an den Kalender setzt, recherchiert im Internet nach Kalendern:

  • holt euch Layout Ideen
  • guckt, wie andere Kalender erstellen
  • …und ob (und wie oft) es euer Thema schon gibt.

Organisation

Legt euch einen Ordner auf eurem PC an, wo ihr alle Bilder zu eurem Thema sammelt. Speichert diese am besten in voller Auflösung ab. So seid ihr bei der späteren Auswahl des Formats nicht eingeschränkt. Die Auswahl der späteren Kalendergröße reicht von A5 bis A2.

Kalender-Cover

Die Möglichkeiten ein Kalender-Cover zu erstellen, sind aus meiner Sicht bei Calvendo sehr eingeschränkt. Ich habe mir mit einem Bildbearbeitungsprogramm selbst beholfen. Dabei nutze ich häufig transparente Ebenen, um einen starken Kontrast zwischen Titel und Titelbild zu bekommen.

Weiterhin bin ich ein großer Fan serifenloser Schriftarten. Leider gab es auch keine passende in der Auswahl von Calvendo. Also noch ein Grund mehr, es lieber auf dem eigenen Rechner zu machen.

Auswahl Kalendarium und Farben, Bilder

Ich halte es hier immer schlicht. Aber das ist sicherlich Geschmackssache. Ich habe bis jetzt auch noch keine Erfahrungswerte und habe bei der Erstellung voll und ganz auf meinen Geschmack vertraut.

Die Bilder ordne ich meist so an, dass die Aufnahmedaten auch zu den Monaten passen. Bilder, die ich im Winter aufgenommen habe, landen im Dezember, usw. Aber auch das ist sicherlich Geschmackssache.

Kalender erstellen auf Calvendo

Kalender erstellen auf Calvendo

Indexseite und Bildtitel

Mein erstes Kalenderprojekt wurde direkt mal abgelehnt. Grund dafür waren fehlende Bildtitel. Denkt also daran, eure Bilder auf der Indexseite zu betiteln. Ich benenne, da ich häufig Landschaftskalender erstelle, die Region im Bildtitel.

Produktbeschreibung, Preise, Einreichen

Jetzt habt ihr es fast geschafft. Bei der Produktbeschreibung könnt ihr einen attraktiven Text zu eurem Kalender schreiben. Weiterhin gilt es dort zu belegen, dass ihr nicht die Rechte Dritter verletzt. Auch diese Schritte sind vorgegeben und problemlos zu erledigen.

Nun gilt es die Formate festzulegen. Neben den Formaten könnt ihr hier auch die Preise bestimmen. Bisher habe ich alle meine Kalender als “low-budget” Kalender eingestellt und den niedrigsten Preis gewählt.

Preise festlegen

Preise und Formate festlegen

Jetzt könnt ihr den Kalender einreichen. Wird dieser von einer Jury bewilligt, erhaltet ihr eine E-Mail mit den ISBNs. Im nächsten Schritt erscheint euer Kalender in der Produktgalerie von Calvendo. Dann nach ein paar Tagen auch auf Amazon und anderen Online-Händlern.

Pro und Contra Calvendo

Bisher klang das alles sehr verlockend, oder? Aber es gibt auch Schattenseiten. Ich möchte euch hier mal meine Pros & Cons gegenüberstellen:

Pro Calvendo

  • eigene ISBN
  • Calvendo übernimmt die Vermarktung über Amazon, etc.
  • einfache Möglichkeit Geld mit den eigenen Bildern zu verdienen

Contra Calvendo

  • geringer Verdienst pro Bild, z.B. bei Auswahl des A4-Formats beträgt das Honorar pro Bild gerechnet 9 Cent
  • Auszahlungslimit 30€

Lohnt sich Calvendo?

Ob sich Calvendo lohnt, kann ich bisher noch nicht beurteilen. Der Aufwand ist aus meiner Sicht überschaubar. Auch lassen sich die Kalender so gestalten, dass im nächsten Jahr nur das Kalendarium angepasst werden muss.

In 2016 berichte ich dann mal von meinen ersten Verkaufszahlen. Aber reich wird man damit sicherlich nicht.

Update:

Die ersten Prognosen für meine Verkaufszahlen sind draußen. Insgesamt habe ich wohl 19 Kalender verkauft und damit 49,92€ verdient. Eine Auszahlung steht allerdings noch aus.

Die A2 Kalender gingen in Summe am besten. Aus meiner Sicht ist erstaunlich, dass sich mein teuerster Kalender mit knapp 60€ am besten verkauft hat (insgesamt vier Mal).

Überrascht bin ich aber auch davon, dass mein Istanbul Kalender in A3 mit zwei verkauften Exemplaren auf Rang 7 der Bestenliste “Istanbul-Reiseführer” gelandet ist. Irgendwie hätte ich bei einem solch “hohen” Rang mehr erwartet.

Bestenliste Amazon

Bestenliste Amazon


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Du nutzt selbst Calvendo und willst uns von deinen Erfahrungen erzählen? Kein Problem, schreib’ uns einfach oder hinterlasse einen Kommentar.

 

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21 Kommentare zu “Erfahrungsbericht: Meine Calvendo Kalender für 2016

  1. Hi,
    ich bin überrascht: Du bist im Internet auf Calvendo gestoßen (vermutlich bei den 100 anderen Bloggern, die gerade darüber posten?), hast – trotz dem Du so gut wie nix daran verdienst und das ausgeschüttete Geld pro Foto eine ziemliche Unverschämtheit vom Anbieter ist – Kalender erstellt, schreibst einen Erfahrungsbericht darüber, setzt den Link zu Calvendo auf nofollow und das ist alles nur so aus Deinem Gusto entstanden?
    Tut mir leid, das fällt mir echt schwer zu glauben. Nofollow Links werden, wie Du ja selbst anscheinend weißt, bei Kooperationen gesetzt, die man dann auch als solche kennzeichnen sollte. Es wäre schön, wenn das hier nachgeholt werden würde, denn nicht-Kennzeichnungen führen in der Regel immer zu einem Vertrauensverlust – bei mir jedenfalls.

    • Hallo Inka,

      vielen Dank für deine kritische Anmerkung auf unserem Blog. Du hast recht, Internet ist an dieser Stelle vielleicht etwas pauschal formuliert.

      Genau genommen, bin ich im DSLR-Forum auf Calvendo gestoßen. Dort wurde auch darüber diskutiert, ob man nicht lieber in Richtung Stockphotos gehen soll, um sich etwas dazu zu verdienen. Denn es gab einige, die ebenfalls sehr vehement darauf hingewiesen haben, dass man bei Calvendo, wie bei vielen anderen Bildverlagen hinsichtlich des Verdients am eigenen Foto “über den Tisch gezogen wird”. Aber mal ehrlich, sollte nicht jeder selbst bestimmen, für wie viel er bereit ist seine Bilder zu verkaufen?

      Dass viele andere Blogs aktuell darüber berichten, war mir so nicht bewusst. Ich bin nur auf Flocutus darüber gestolpert, da er seine eigenen Kalender dort auch bewirbt.

      Meinen Erfahrungsbericht habe ich geschrieben, da ich danach gefragt wurde, wie ich solche Kalender erstelle. Das kannst du z.B. auch in der Fotoblogger-Gruppe auf Facebook nachlesen:
      https://www.facebook.com/groups/1895692767323524/permalink/1960704554155678/

      NoFollow-Links setze ich dann, wenn ich der Ansicht bin, dass diese durch Google nicht gecrawlt werden sollen. Deswegen sind alle Facebook, Twitter, Kommentar Links usw. auf unserem Blog ebenfalls als NoFollow gekennzeichnet.

      Viele Grüße
      Christian

  2. Nabend,

    ich empfinde den ganzen Beitrag als Mischung aus Erfahrungsbericht und Anleitung.

    Ein NoFollow als Indikator für eine (versteckte) Kooperation zu nehmen halte ich für sehr gewagt. Es gibt durchaus Blogger, welche generell gewerbliche Seite mit NoFollow verlinken, auch ohne das Geld geflossen ist. Wenn ich bei mir für jedes NoFollow Geld bekommen hätte, wäre ich vermutlich reich.

    Zurück zum Thema: Viel Geld kann man mit Calvendo wohl eher nicht verdienen. Aber, man freut sich ja auch über eine kleine Aufbesserung der Urlaubskasse. Daher habe ich dort auch Kalender im Programm. Knallhart wirtschaftlich betrachtet (Fotoerstellung, Bearbeitung der Bilder, Erstellen des Kalenders, Werbung dafür machen) rechnet sich das alles eher nicht. Trotzdem freut man sich, wenn nach der Verkaufsphase für Kalender (November bis Januar) ein paar Euro überwiesen werden.

    LG Thomas

    • Hallo Thomas,

      vielen Dank für deine Rückmeldung. Genau das war auch meine Intention des Artikels.

      Zum Finanziellen: Lohnen tut sich das wirklich nicht. Aber ich habe zum Beispiel auch meine Fotobücher als Vorlage genommen. Dadurch habe ich in der Regel schon ein Thema und passende Bilder dazu. Dann ist das Einstellen in Calvendo auch keine große Sache mehr.

      Ich hoffe, dass wir mit den Erlösen die Nebenkosten für den Betrieb des Blogs für ein halbes Jahr decken können. Das wäre schön.

      Liebe Grüße
      Christian

  3. Hi Christian, freut mich, dass Du es auch probierst mit Calvendo. Ist ebenfalls mein erstes Jahr, deshalb bin ich gespannt ob etwas bei rumkommt. Spass hat’s auf jeden Fall schon mal gemacht.

    Viel Erfolg!

  4. Hallo Christian,
    danke für deinen Erfahrungsbericht mit Calvendo. Mein Kalender ist jetzt auch seit Kurzem online :-) Reich werden wir damit nicht, aber es ist doch trotzdem schön, dass er bei dem einen oder anderen im Wohnzimmer oder im Büro hängen wird und sich jemand an unseren Fotos erfreut.
    Dein Bericht hat mich auch motiviert dran zu bleiben, denn mein Projekt wurde zuerst mit unklaren Aussagen abgelehnt und ich musste mich erst mal durch die ganzen Checklisten durcharbeiten, um zu verstehen, was ich “falsch” gemacht habe.
    Liebe Grüße
    Aleksandra

    • Hallo Aleksandra,

      gerne! Freut mich auch, dass du auch einen Kalender eingestellt hast.
      Ich finde den Gedanken auch cool! Aber bis jetzt habe ich gerade mal einen verkauft. Dafür direkt in A2 :)
      Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem Kalender!

      Viele Grüße
      Christian

  5. Moin,

    interessant, die Ergänzung mit den Verkaufszahlen. Meine liefen in diesem Jahr noch schlechter. Hatte sich ein anderer Kalender von mir letztes Jahr noch ordentlich verkauft, mit einer kleinen 3-stelligen Ausschüttung, sieht es mit den 2 neuen Kalendern eher Mau aus.

    LG Thomas

  6. Hallo Christian, nach so einem Calvendo-Erfahrungsbericht habe ich gesucht! ?
    Ich bin auch noch am Überlegen, ob ich den Schritt, dort meine Fotos zu veröffentlichen, wagen sollte. Mich würde mal interessieren: bekommt man von den Kalendern auch Belegexemplare (wenn ja: wie viele?)?

    Danke sehr
    Harald

    • Hallo Harald,

      kostenfreie Belegexemplare bekommt man nicht. Man kann sie aber vergünstigt erwerben. Bisher habe ich diese Leistung aber noch nicht in Anspruch genommen und kann nichts zu den Kosten sagen.

      Viele Grüße
      Christian

  7. Ich habe bereits mehrere Projekte bei Calvendo veröffentlicht. Inzwischen ist mir aber die Lust vergangen und ich werde nichts mehr hochladen. – Und zwar aus folgendem Grund: es gibt keine Möglichkeit eine eigene, neue Kalender-Idee VORAB „nur“ zu beschreiben, und sie von Calvendo prüfen zu lassen. Man kann also z.B. nicht vorab anfragen, ob Interesse an einem Thema „XY“ besteht. Das führte dann leider dazu, dass jeder Fotograf zunächst seine Kalenderidee komplett durchfotografiert, dann alle druckwichtigen (Calvendo-) Einzelheiten erledigen muss (inkl. Cover-Gestaltung und Titel-Design), dann noch den „Klappentext“ für die Rückseite erstellt, um dann ein paar Tage später von Calvendo zu erfahren, dass man an diesem Thema leider kein Interesse habe und man es doch mal mit einem anderen Thema probieren solle. Stattdessen gibt es von Calvendo offene “ Kalenderthemen, zu denen man gern Material annehmen könne. Das ist für mich als Fotograf keine Basis für eine gute Zusammenarbeit…

    • Hallo Moers,

      dein Kritikpunkt ist sicherlich berechtigt. Ich halte Calvendo allerdings für eine Plattform für Hobbyfotografen. Als Berufsfotograf gibt es (hoffentlich) lukrativere Möglichkeiten.

      Ich plane keine Fotostrecken, sondern reise und bringe Bilder von der Reise mit. Sofern es bei mir die Zeit erlaubt, verwerte ich die Bilder noch auf Calvendo. Natürlich ist es ärgerlich, wenn die Kalender nach erledigter Arbeit trotzdem abgelehnt werden.

      Viele Grüße
      Christian

    • Moin Moers!

      Keine Lust mehr auf Calvendo? Ist klar. Das geht jedem so, sobald er das System überschaut. Das Unternehmen hat 3 ernsthafte Probleme:
      1. unersättliche Profitgier
      2. Kontaktarmut gegenüber Autoren
      3. eine inkompetente Jury, die vor Willkür nicht mehr laufen kann

      Wer mal den Verkaufspreis um 3 € erhöht, geringfügig rechnet, wird feststellen, dass das eigene Honorar um 5 Cent steigt. Ebenso verdient der Handel 5 Cent mehr. Die restlichen 2,90 € sind für den Verlag! Für nix!

      Alle Nase lang gibt’s nen Newsletter. Ungefähr so informativ wie ein Horoskop. Aufklärung über Verkäufe gibt’s frühestens nach 6 Monaten – wenn eh keiner mehr den Überblick hat. Auch Probleme des Autors interessieren das Unternehmen nicht. So z.B. wenn Plagiate im Internet zum kostenlosen Download angeboten werden.

      Die Freelancer der Jury lehnen oftmals Projekte ab, ohne den Inhalt zu kennen. Einfach so. Hab ich selber ausprobiert! Andererseits haben sie das Bedürfnis, ihre Neurosen zu befriedigen. So wird ein eingereichtes Projekt sehr schnell zur Auftragsarbeit, in dem zielgerichtete Korrekturen gefordert werden. Mehrmals.

      Ich habe 7 Jahre über Calvendo publizieren lassen. Teilweise mehr als 10 Kalender gleichzeitig. Dann war der Hals derart dick, dass Krawatten nicht mehr zu binden waren! Jetzt habe ich meinen eigenen Verlag. Und auch die ersten Fremdautoren. Sie erhalten bei mir für jedes verkaufte A3 Exemplar 5 €! Also, das Fünffache!!! Hochgerechnet auf 50 Verkäufe ist das schon ein Hammer!

      Ich kann diesen Schritt nur empfehlen! Nebenberufliches Gewerbe – und los geht’s!

      LG Frank

      • Moin Frank,

        wo findet man denn Deinen Vertrag?

        Was die Jury von Calvendo angeht, kann ich Deine Erfahrungen nur bestätigen. Die Willkür in deren “Beurteilungen” habe ich dreimal erlebt.

        Warum ich es dreimal versuchte? Nun, es stecken noch Honorare unter der magischen Sockelgrenze von 30 Euro bei denen fest. Und, um an die zu kommen, müsste eine neue Veröffentlichung her.

        Die bei der Jury sind in der Lage, vollkommen helle Bilder als zu dunkel, und umgekehrt einzuordnen. Ob es eine Neurose ist, wenn die Jury für die doch so interessanten Fotos eine andere Beschreibung sehen möchte, diese – also eine Nachbearbeitung – erhält und dann feststellt dass “die Bilder zu dunkel” sein sollen, weiß ich nicht. Neurosen sind Krankheiten, somit fände ich den Vergleich zu ableistisch. Das Wort, was wir im Rheinland für so was benutzten ist “Ver@rschen”. Es kann natürlich auch sein, dass die mit der Beurteilung der vorher geforderten Nachbearbeitungen beauftragte “Fachkraft” von der ersten Beurteilung keine Ahnung hat, oder, wenn es die gleiche Person ist, diese “vergessen hat”.

        Das Geschäftsgebahren von Calvendo grenzt meiner persönlichen Einschätzung nach an Beleidigung von Urhebern, Die beworbenen Honorare sind gelinde gesagt, sehr phantasievoll präsentiert.

        Ich habe mit Fotos, die mir für meine größeren Agenturen zu unbedeutend erschienen, bei mini Agenturen bereits 1560 Euro allein für ein Foto verdient. Klingt viel, aber derartige Fotos wurden halt Buchcover, weil irgendjemand genau das suchte.

        Wie viele Kalender von Calvendo müsste ich dafür, für 1560 Euro, unter die Menschen bringen? Wie viel würde Calvendo daran verdienen? Bei 9 cent pro Bild kommt eine große Anzahl von zu überzeugenden Kunden zusammen. Die Werbung müsst Ihr übernehmen. Denn Calvendo listet Euer Produkt nur.

        Ist es risikolos, wenn Ihr Euch einen Nachmittag hinsetzt, um den Kalender zu erstellen, ohne dass Ihr wisst, ob er durchs Jury-Roulette kommt?

        Ist dies das im Urheberrecht der EU garantierte “angemessene Honorar”?

        Für meinen Teil lautet die Antwort nein.

        Wenn Ihr mit Fotos Geld verdienen wollt, solltet Ihr Euch andere Vertriebswege suchen. Ich bin auf Franks Verlagslösung gespannt.

        LG Karl

      • Lieber Frank, das mit dem eigenen Verlag klingt natürlich nicht uninteressant. Findet man dich im Internet bzw. deinen Verlag?

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