fotografieren bei nebel

Fotografieren bei Nebel

Püntklich zum Herbst machen sich in den frühen Morgenstunden wieder die ersten Nebelbänke breit. Aber wie gelingt das Fotografieren bei Nebel? Ich gebe euch hier einige Tipps rund um das Thema „Fotografieren bei Nebel“

Auch wenn das Wetter zum Verkriechen ist, Grundvoraussetzung für das Fotografieren bei Nebel ist es an die frische Luft zu gehen. Dazu solltet ihr euch gut einzupacken. Es ist kühl, nass und ungemütlich draußen. Deswegen ziehe ich mir immer eine dicke Jacke und meine wasserdichten Wanderschuhe an. Man weiß ja nie ;)

Ich liebe es, mich im Nebel zu bewegen. Die Welt wirkt klein. Der Nebel isoliert. Einzelne Bäume vor einem Waldstück bleiben einfach einzelne Bäume – ohne Waldstück. Es tut sich ein Makrokosmos auf.

Doch was benötige ich an Ausrüstung, um bei Nebel zu fotografieren?

Grundsätzlich gilt: Im Nebel ist es düster. Die Sonnenstrahlen haben nicht genug Kraft, die Nebeldecke zu durchdringen. Es empfiehlt sich daher für Aufnahmen freihand der Einsatz eines lichtstarken Objektivs. Alternativ kann natürlich auch ein Stativ eingesetzt werden.

Hier eine Übersicht meiner Technik, die ich für meine Nebelbilder eingesetzt habe:

Ihr merkt, für das Fotografieren bei Nebel ist gar nicht viel Technik notwendig. Ich habe mich für die Variante mit einem lichtstarken Objektiv entschieden.

Das passende Motiv finden

Wenn der Rucksack gepackt ist, kann es los gehen. Begebt euch auf Motivsuche!

Meiner Meinung nach ist Wald eine ausgezeichnete Möglichkeit Nebelfotos zu machen. Jeder Wald steckt voller Details, die nur darauf warten, fotografiert zu werden.

Versucht durch Linien einen Weg ins Bild zu finden. Das können Zäune, Straßen oder einfache Trampelpfade sein. Versucht die Drittelregel zu berücksichtigen.

Achtet auch darauf, dass nicht zu viel Nebel zwischen euch und dem zu fotografierenden Objekt ist.

Richtig fokussieren

Stapft man erstmal durch die Nebelbänke merkt man schnell: der Autofokus will nicht so wie sonst!

Kein Problem. Ihr könnt dem Abhilfe schaffen, indem ihr auf starke Kontraste fokussiert. Das kann zum Beispiel der Übergang zwischen einem Baum und dem weißen, hellen Nebel sein.

Der Grund dafür liegt im Autofokus eurer Kamera, der mittels Kontrastmessung funktioniert. Wer mehr dazu lesen möchte, dem empfehle ich den Wikipedia-Artikel.

Motiv stimmt, die Kamera hat fokussiert und nun?

Drückt auf den Auslöser!

Aber behaltet noch folgende Dinge im Kopf:

  • fotografiert – wie immer – ohne den Systemblitz
  • achtet bei Freihandaufnahmen auf den ISO-Wert -> welche Höhe des ISO-Wertes verkraftet mein Bild?
  • belichtet bei Aufnahmen mit dem Stativ nicht zu lange; der Nebel könnte zu dicht und unnatürlich auf den Bildern wirken

Dir gefallen die Bilder noch nicht?

Ich war von meinen ersten Nebelbildern auch alles andere als begeistert. Wie immer hilft hier üben, üben, üben (es ist beim Fotografieren einfach so!).

Der Nebel kann an unterschiedlichen Tageszeiten ganz unterschiedliche Wirkungen entfallten. Seid spontan und steht auch mal früh auf.

Weitere Tipps:

  • Probiert verschiedene Belichtungszeiten aus
  • Spielt mit der Tiefenschärfe
  • Setzt Bilder auch mal als schwarzweiß Aufnahmen um

Einige Beispielbilder für das Fotografieren bei Nebel


Du hast Fragen zu meinen Einstellungen der Kamera? Du möchtest einen Tipp ergänzen oder willst von deinen Erfahrungen beim Fotografieren im Nebel erzählen?

Schreibe uns oder hinterlasse ein Kommentar!

Du willst mehr davon?

Gib Deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

14 Kommentare zu “Fotografieren bei Nebel

  1. oh ich liiiiebe nebelfotos. bei uns ist aber leider immer nur sehr in der früh nebelig und untertags dann einfach trist und grau. vielleicht schaff ich es ja diesen herbst mal, mich an einem wochenende früher aus dem bett zu quälen um ein bisschen nebel zu erhaschen <3

    • Ich habe das jetzt eins, zweimal vor der Arbeit gemacht. Viel zu oft bin ich an voll den schönen Motiven vorbeigefahren und irgendwann habe ich dann einfach mal Anzugsschuhe gegen Gummistiefel getauscht :)

      LG
      Christian

  2. Ein paar mal hat mich der Herbstnebel jetzt schon am Morgen überrascht und diese Nebelstimmung hat schon etwas ganz besonderes. Danke für die hilfreichen Tipps. Wobei mich die Nebelbilder in Schwarz-Weiß nicht überzeugen. Mir gefallen an Nebelfotos vor allen die tollen Pastelfarben die bei der Blume einfach toll rüberkommen.

    • Gerne und dir vielen Dank für deine Rückmeldung. Mir gefallen schwarzweiß Aufnahmen häufig aufgrund der tollen Kontraste und der Blick für die Details.
      Aber die Pastelfarben machen aus den Nebelbilder auch etwas besonderes. Da hast du recht.

      Gruß
      Christian

  3. Hallo Christian,

    toller Artikel und schöne Beispielbilder. Ich hätte nur eine kleine Anmerkung ;) Wenn ich eh (explizit) zum Fotografieren rausgehe, dann wahrscheinlich ohne Anhang aber immer mit Stativ.

    Daher finde ich deine Aussage: „Es empfiehlt sich entweder der Einsatz eines lichstarken Objektives oder das Stativ.“ nicht ganz optimal.

    Meiner Meinung nach sollte man immer ein Stativ nutzen, weil es einen a) anderen Belichtungszeiten erlaubt und b) schärfere Fotos entstehen können.

    Viele Grüße
    Matthias

    • Hallo Matthias,

      vielen Dank für dein Lob und deine Kritik, die natürlich völlig berechtigt ist!
      Ich werde es im Text noch etwas präzisieren.

      Besten Dank und viele Grüße
      Christian

  4. Sehr, sehr schön!
    Immer wenn ich Nebel sehe, will ich unbedingt Fotografieren. Leider hab ich es irgendwie noch nie dazu geschafft. XD Ich muss das mal ändern.
    Liebe Grüße
    christina

    • Definitiv! Ich guck auch schon wieder jeden Tag in den Wetterbericht und warte auf den nächsten Nebel.
      Will unbedingt mal die Burg Eltz im Nebel festhalten.

      Liebe Grüße
      Christian

  5. Hallo Christian,
    Nebel versetzt uns in eine ganz besondere Stimmung und es ist nunmal sehr schwierig, eine Stimmung in einem Foto einzufangen. Ich versuche es immer wieder in meinen Bildern und bin mehr als zufrieden, wenn es zumindest ab und zu gelingt.
    Gerade gestern habe ich mal wieder versucht, die Nebel-Stimmung einzufangen und festgestellt, dass gerade der Tipp mit dem Kontrast sehr hilfreich ist. Genauso hatte ich es gemacht und bin recht zufrieden.
    Natürlich versuche ich weiterhin mein Glück. Die Jahreszeit ist ja wie geschaffen dafür. ;-)
    Lieben Gruß und einen angenehmen Donnerstag,
    herzlichst moni

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *