fotoreise irland teil 4

Unsere Fotoreise durch Irland: Teil 4

5.10 Uhr – mein Wecker klingelt. Meine Augen lassen sich nur schwer öffnen. Nach einigen Sekunden wird mir bewusst, wo ich mich befinde und warum ich so früh aus dem Schlaf gerissen werde: Ich will am Mussenden Tempel den Sonnenaufgang fotografieren.

Schnell springe ich auf, ziehe mich an, schnappe mir mit Vorfreude meine Kamera und verlasse das Zimmer. Eilig schließe ich die Tür und husche durch den Flur zum Ausgang.

Es ist Tag 4 unserer Irlandreise und ich begebe mich zum ersten Mal zu einer Location für den Sonnenaufgang.

Die Dämmerung hat bereits eingesetzt, zügig mache mich auf den Weg zum Mussenden Temple.

Leider habe ich die Fahrtzeit etwas unterschätzt. Als ich ankomme, ist es bereits 5:45 und die Sonne aufgegangen.

Das Gelände am Mussenden Temple ist zum Glück auch außerhalb der Öffnungszeiten frei zugänglich. Um wenigstens noch das rote Morgenlicht aufzunehmen, mache ich mich mit Stativ und Kamera eiligen Schrittes auf den Weg zum Tempel.

Nach einer halbstündigen Fotosession geht es für mich wieder zurück ins Hostel und für eine wohltuende Stunde nochmal ins Bett.

Zurück Richtung Dublin

Kurz nach halb 10 checken wir aus dem Hostel aus. Es war die vorletzte Nacht in Irland und mit etwas Wehmut treten wir die Rückreise Richtung Dublin an.

Das Wetter hat mittlerweile wieder gewechselt. Nach den vergangenen schönen Tagen und dem wunderbaren Sonnenaufgang, ist der Himmel wieder wolkenverhangen und es nieselt leicht.

Auf dem Weg Richtung irländische Grenze wollen wir vorher noch zu den Dark Hedges und dem Tollymore Forest Park.

Die Dark Hedges sind leicht zu finden. Sie liegen unweit der A44 und von Portrush aus sind es gerade mal 20 Minuten Fahrtzeit.

Als wir ankommen, ist wenig los und der Nieselregen unter den Bäumen kaum zu spüren. Wir laufen die Straße ab, machen einige Bilder und genießen die Atmosphäre.

Die Dark Hedges sind wirklich eindrucksvoll, jahrhundertealte Buchen ragen verwoben über die Straße und die krähenden Raben tragen zur mystischen Stimmung bei.

Nachdem wir die Straßen entlang geschlendert sind, geht es weiter auf unserem Roadtrip. Wir sind gut in der Zeit und entscheiden uns noch einen Abstecher in die Mourne Mountains zu machen.

Die dunklen Wolken, die bereits über den Dark Hedges hingen, verfolgen uns. Kräftige Regenschauer prasseln während der Fahrt auf unseren Berlingo herunter. Als wir die Kilkeel Road hinauffahren, merken wir, wie das Auto durch den aufkommenden Sturm geschüttelt wird. Das Wetter ist wieder richtig ungemütlich!

Am Spelga Reservoir befindet sich ein kleiner Parkplatz, wo wir einen kurzen Stop einlegen. Auf dem Stausee werden die Wellen durch den Wind aufgepeitscht. Ich wage mich für zwei Bilder kurz aus dem Auto und bin froh als ich wieder in gleichem sitze.

Wir fahren noch etwas die Gegend ab, in der Hoffnung, dass der Himmel aufklart. Diese Hoffnung ist allerdings vergebens und wir brechen gen Süden auf.

Einen kompletten Tag im Auto, so hatten wir uns unseren letzten Tag in Irland nicht vorgestellt.

Das Schiffswrack an der Küste Baltrays

Kurz vor Drogheda biegen wir nach Baltray ab. Dort soll ein weiteres Schiffswrack vor der Küste liegen. Nachdem wir eine Straße mit endlos vielen Schlaglöchern überwunden haben, stehen wir vor einem Gatter und dahinter beginnen die ersten Dünen des Strands.

Trotz des anhaltenden Regens will ich dieses Schiffswrack sehen. Ich erklimme den nächsten Hügel, aber außer vielen weiteren Dünen, Sand und dem Meer ist nichts zu erkennen.

Am nächsten Morgen erhalten wir dann in unserer Unterkunft die Bestätigung: Das Schiffswrack ist seit einigen Tagen verschwunden.

 


Unsere Fotoreise durch Irland: Teil 3

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Über 

Hallo, ich bin Christian und Hobbyfotograf. Ich verreise gerne an Orte, die ich als Foto irgendwo im Internet entdeckt habe. So komme ich an die entlegendsten Orte der Welt, immer auf der Suche nach einem spannenden Motiv.

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8 Kommentare zu “Unsere Fotoreise durch Irland: Teil 4

    • Ja, einfach weg!!!! Damit war mein Fotoplan, den ich in einem älteren Beitrag aufgestellt habe, völlig hinfällig … beim ersten Schiffswrack hat es geregnet, am Leuchtturm stand ein Baugerüst, am Forest Park sind wir vorbeigefahren weil es wieder mal zu viel geregnet hat und das letzte Motiv war dann einfach nicht mehr da :D

      Am besten man plant einfach nicht so viel ;)

      Wir waren insgesamt 5 Nächte in Irland, eindeutig viel, viel, viel zu kurz! :D

      Liebe Grüße
      Christian

  1. Irgend,wie sieht die Landschaft unwirklich aus. Unwirklich schön! Die Dark Hedges könnten aus einem Fantasy-Film stammen! Habt ihr eigentlich erfahren, was mit dem Wrack passiert ist? Wurde es von offizieller Seite weggeschafft? Sonnige Grüße, Jutta

    • Hallo Jutta,

      keine Ahnung, was mit dem Schiffswrack passiert ist. Wir hatten von unserer Gastgeberin erfahren, dass es wohl eines Morgens einfach verschwunden war und sie wohl auch viele Gäste hat, die genau deswegen kommen.

      Viele Grüße
      Christian

  2. Mit dem Schiffswrack auf Fuerteventura war es ähnlich. Hätte es auch gerne fotografiert, aber es war irgendwann einfach weg. Leider bevor ich dort war :D

    Was ist das für eine Mauer in den Mourne Mountains? Irgendetwas wie der Hadrianswall in England, nur in Irland? Oder einfach nur eine Grundstücksbegrenzung?

    Achja: Die Bilder der Dark Hedges sind super!

    • Voll ärgerlich sowas, aber manchmal leider nicht zu ändern ;)

      Bei der Mauer handelt es sich um die sogenannten Mourne Wall. Sie wurde jedoch viel später als der Hadrianswall errichtet und dient zu Abgrenzung der Trinkwasserzone. Sie soll verhindern, dass die Schafe und Rinder in der Nähe der Stauseen das Grundwasser verschmutzen.

      Gruß
      Christian

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