irland fotoreise teil 1

Unsere Fotoreise durch Irland: Teil 1

Anfang des Jahres schrieben wir über unsere Planungen für eine Fotoreise durch Nordirland. Im Mai war es dann endlich soweit. Dienstagabends hob unser Flieger mit etwas Verspätung aus Frankfurt ab.

Um 22.30 Uhr kamen wir in Dublin an. Das Wetter war regnerisch und windig, die Stimmung (trotz der Käsefüße meiner Sitznachbarin im Flugzeug) gut.

Wir hatten – wie fast immer – die kleinste Mietwagen-Kategorie gebucht. Nachdem wir mit Europcar in Pisa sehr gute Erfahrungen gemacht haben, waren wir gespannt auf den Service von Enterprise.

Die Abwicklung lief problemlos. Als wir dann unser Auto abholten, wurden wir positiv überrascht: Vor uns stand ein Citroen Berlingo. Verglichen mit dem Fiat 500 oder dem Hyundai i10 ein kleiner Bus und ein kostenloses Upgrade. Perfekt! ;)

Mit unserem Berlingo fuhren wir dann zu unseren ersten B&B Unterkunft nach Malahide. Die Unterkunft dort war spartanisch, aber gut.

Ein Tag ohne erfolgreiches Material

Am nächsten Morgen brachen wir direkt nach dem Frühstück auf. Google Maps zeigte uns für die heutige Strecke 6 Stunden Fahrzeit an.

Das Wetter war leider immer noch verregnet und windig. Als erste Fotolocation steuerten wir das Schiffswrack in Bunbeg an. Gerade als wir es in der Ferne sehen konnten, wechselte der Regen zu Starkregen und es fing heftig an zu stürmen.

Bei Temperaturen um die 5 °C bevorzugte es Carina lieber im Auto zu bleiben. Ich wollte mir die Ansicht nicht nehmen lassen und lief zum Strand. Aufgrund des Regens war an Fotos leider nicht zu denken und ich war innerhalb kurzer Zeit völlig durchnässt.

Mit nassen Klamotten und ohne auch nur ein einziges Bild schießen zu können, setzten wir die Fahrt fort. Wir passierten den Glenveagh National Park, dessen Landschaft mich sehr beeindruckte und an die Isle of Skye oder Island erinnerte.

Gegen Nachmittag erreichten wir Carrigart. Dort wurden wir sehr freundlich von dem Inhaber unseres B&B empfangen. Nach einem leckeren Kaffee brachen wir zu unser nächsten Fotolocation auf. Das Wetter klarte etwas auf, allerdings gab es immer wieder Regenschauer und der Wind wehte weiterhin ordentlich.

Die Sonne stand mittlerweile tiefer, die Wolken färbten sich bereits orange und wir fuhren mit unserem Berlingo durch eine malerische Landschaft und geradewegs auf den Leuchtturm Fanad Head zu.

Dort angekommen, war das Wetter zwar besser, aber es gab leider eine nächste Enttäuschung: Der Fanad Head Leuchtturm wurde gerade restauriert und war umhüllt mit einem Baugerüst, dazu zerstörten umherstehende Bagger zusätzlich das perfekte Bild.

Aber aufgeben wollte ich noch lange nicht ..

Im Internet hatte ich bei der Routenplanung noch von einem Torbogen im Meer gelesen.

Mit der vagen Vermutung, dass dieser hier irgendwo sein sollte, machten wir uns mit dem Auto auf die Suche. Nachdem wir allerdings die komplette Küste abgefahren hatten und nicht fündig wurden, machte sich die alte Ernüchterung breit.

Ohne ein vernünftiges Foto geschossen zu haben, wollten ich diesen Tag jedoch nicht enden lassen und so entschied ich aus dem Auto zu steigen und entlang der Felsküste zu Fuß nach dem Torbogen zu suchen.

Der Weg ist das Ziel

Es nieselte leicht und in der Ferne setzte erneut ein heftiger Regenschauer ein. Der Wille, ein gutes Foto zu machen, war in diesem Moment stärker als mein Verstand. So setzte ich meinen Weg weiter fort.

Der starke Wille hatte dann doch gewonnen. Die Kulisse war traumhaft: Am Himmel ein Regenbogen, links von mir das tobende Meer und meterhohe Felsklippen.

Und tatsächlich, ich entdeckte den Torbogen.

Leider hatte ich mein Stativ und die restliche Ausrüstung im Auto gelassen und so musste ich wieder zurück zum Auto.

Schnelles Schrittes machte ich mich zum Auto, erste Tropfen kündigten den nächsten Schauer an. Mit Kamerarucksack und Stativ auf dem Rücken machte ich mich wieder auf den Weg zum Bogen.

Der Regen wurde leider immer stärker und mit einem letzten Foto des Weges akzeptierte ich endlich, dass am ersten Tag unserer Fotoreise kein wirklich gelungenes Foto entstand.

Zum Glück war nur der erste Tag so, wie es weiter geht, erfahrt ihr in unserem zweiten Reisebericht über (Nord-)Irland.

Erging es euch im Urlaub schon mal ähnlich? Dann bin ich gespannt auf eure Kommentare!


Der zweite Teil unserer Fotoreise durch Irland

irland teil2


Über 

Hallo, ich bin Christian und Hobbyfotograf. Ich verreise gerne an Orte, die ich als Foto irgendwo im Internet entdeckt habe. So komme ich an die entlegendsten Orte der Welt, immer auf der Suche nach einem spannenden Motiv.

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9 Kommentare zu “Unsere Fotoreise durch Irland: Teil 1

  1. ich hatte bisher zum glück mit den geplanten fotos glück. der blick über die küste ist dennoch wundervoll und ich freu mich schon auf den kommenden reisebericht!

  2. Jaja… kleinste Kategorie :)
    Ganz ehrlich, ich finde solche Geschichten, bei denen nicht alles klappt viel spannender zu lesen und auch zu erleben! Schöne Geschichte und trotzt blödem Wetter tolle Fotos. Ich bin gespannt wie es weitergeht!
    Liebe Grüße,
    Marc

    • Das freut mich zu hören! Man muss nur aufpassen, dass sie nicht zu negativ klingen.

      Ich hoffe auch, dass ich diese Woche noch dazu komme, die nächsten Reisebericht zu schreiben. Wir verbringen gerade viele Abende mit der Reiseplanung für das zweite Halbjahr.

      Viele Grüße
      Christian

  3. Ganz schön dramatisch! Gut, wenn man Alternativen in petto hat oder es einfach nimmt, wie es kommt. leider kann man das Wetter eben nicht beeinflussen. Immerhin hält man die Erinnerungen, die die Kamera nicht einfangen kann, auf Ewigkeiten im Kopf : ) Bin gespannt auf die Fortsetzung und sollte ich es irgendwann einmal nach Irland schaffen, dann nehme ich eure Tour als „Guide“!
    Sonnige Grüße,
    Jutta

    • Guten Morgen Jutta! Manchmal muss man einfach akzeptieren, dass all die Planerei nichts bringt, wenn die Natur nicht mitspielt. Einerseits ist dies auch gut so und macht das Reisen erst so richtig spannend, andererseits fällt es mir persönlich immer schwer soetwas zu akzeptieren ;)

      Klar, darfst du gerne machen. Du solltest nur unbedingt viel mehr Zeit einplanen! Wir sind jetzt in 5 Tagen 1.100km gefahren. Das war leider einfach viel zu viel x_x

      Nach dem dritten und letzten Teil werde ich die Routenbeschreibung mal online stellen.

      Liebe Grüße
      Christian

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