Unsere Rundreise durch die Toskana: Teil 3

Nach einem ausgezeichneten Frühstück brechen wir auf in Richtung unserer letzten Unterkunft, nach Greve in Chianti. Seit Jahrhunderten wird im Chianti-Gebiet schon der Chianti-Wein produziert. Dieser Anbau macht etwa ein Drittel des gesamten Weinaugebiets in der Toskana aus. Wir freuen uns schon sehr auf unseren ersten Chianti in Greve, von dem uns allerdings noch ca. 100 km und einige sehenswerte Plätze trennen. Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude :).

Gar nicht weit von Pienza befindet sich die kleine Kapelle, La chiesetta di Vitaleta. Eine kleine Kapelle, die ein weltweit bekanntes Fotomotiv ist. Da müssen wir natürlich auch vorbei.

Bereits am Vortag haben wir vergeblich versucht dort hinzukommen. Von der Hauptstraße, die von Pienza Richtung San Quirico führt, ist sie in der Ferne zu sehen. Eine Hauptstraße mit Ausschilderung gibt es aber nicht, wahrscheinlich um sie vor größerem Touristenaufkommen zu schützen. Mit Hilfe von Google Maps und ein bisschen Geduld, finden wir sie aber doch und stehen schließlich mit großer Freude vor ihr.

Am bekannten Zypressenwald bei San Quirico d’Orcia fahren wir natürlich auch vorbei, wo wir einige schöne Fotos machen.

Das Zentrum der Toskana, Siena, ist unser nächstes Zwischenziel. Gegen die Empfehlung aus dem Internet, wagen wir uns mit dem Auto bis kurz vor die Stadtmauern. Direkt hier finden wir, wohl auch mit etwas Glück, einen kostenlosen Parkplatz.

Leider verlässt uns das Wetterglück der letzten Tage nach ein paar Schritten durch Siena. Es fängt fürchterlich an zu regnen und will gar nicht mehr aufhören. So sehen wir zu unserer Enttäuschung nicht viel von Siena, außer dem Piazza del Campo, auf dem das Palio di Siena, das populäre Pferderennen ausgetragen wird, können wir uns weiter nichts ansehen. Mit strammen Schritt zurück durch die Stadt setzen wir uns ins rettende Auto und fahren auf direktem Weg nach Greve.

In Greve angekommen, macht uns niemand die Tür auf. Wir rufen den Wohnungsbesitzer an, der mit mehr Italienisch als gebrochenem Englisch uns versucht zu sagen, dass er in 5 Minuten vor Ort ist. Als wir in die Wohnung eintreten, sind wir angenehm überrascht wie schön es hier ist. Raffael mag violett und Lavendel, keine Frage und kaum zu übersehen.

Raffael ist ein fröhlicher Italiener, der die Gastfreundschaft in Person ist. Wir fühlen uns, obwohl wir uns nur mit Händen, Füßen und dem Google Translater auf dem Handy unterhalten, unglaublich wohl und willkommen. Unsere Unterkunft liegt direkt am Piazza Matteotti, dem Markplatz von Greve. Dieser hat viele unterschiedliche Geschäfte zu bieten und ist wirklich einen Besuch wert. Ansonsten können wir nicht so viel spektakuläres über das Provinzstädtchen sagen. Es fehlt uns dieser bestimmte Charakter, dieses bestimmte Gefühl, das wir in Pienza und Montepulciano erlebt haben.

An unserem letzten Abend spazieren wir etwas am Stadtrand hoch auf einen Hügel, an Weinreben vorbei und kommen, völlig ungeplant, in das kleine Städtchen Montefioralle. Hier ist noch alles sehr ländlich und der mittelalterliche Stadtkern lädt erneut zum Träumen ein. Aus unserer Sicht auf jeden Fall ebenfalls einen Besuch wert.

Nun sind wir schon am Ende unserer Toskanarundreise angekommen. Sie war viel zu kurz um alles zu sehen, aber ausreichend um einen Eindruck zu bekommen, um einen Grund zu haben nochmal hierher zu fahren.

Abschließend kann man sagen, dass wir oft einfach drauf los gefahren sind, zwar mit einem Ziel vor Augen, aber nicht unbedingt mit einer festen Route im Kopf. So kamen wir an Stellen vorbei, die man nicht unbedingt in Reiseführern nachlesen kann. Also, es lohnt sich ab und zu mal die Hauptstraße zu verlassen und in die kleineren Straßen zu fahren, um die Toskana von allen Seiten, die sie zu bieten hat, zu erleben.


Unsere Rundreise durch die Toskana: Teil 1

Unsere Rundreise durch die Toskana: Teil 1


 Unsere Rundreise durch die Toskana: Teil 2

Unsere Rundreise durch die Toskana: Teil 2

 

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6 Kommentare zu “Unsere Rundreise durch die Toskana: Teil 3

  1. oh ja, mit den italienern kann man immer reden, acuh ohne sprachkenntnisse. das ist echt ein phänomen :) schöne bilder, ich beneide euch um die reise – einfach herrlich!

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