Insel Giglio

Isola del Giglio – die kleine Schwester Elbas

Der Wind weht frisch und die Sonne strahlt mit ihrer ganzen Kraft während wir auf der Fähre zur Insel Giglio sitzen. Von Porto Santo Stefano aus fahren wir entlang der Küste Monte Argentarios.

Nach einiger Zeit verlässt die Fähre den Küstenstreifen und wir fahren auf das offene Meer hinaus. Einige Möwen begleiten uns, doch je weiter wir auf das offene Meer kommen, desto weniger Möwen verbleiben.

Der Wellengang ist ordentlich, dennoch bahnt sich das Schiff gemächlich seinen Weg.

Nach mehr als einer Stunde Fahrt sehen wir unser Ziel. Die Insel Giglio liegt vor uns. Wie ein großer Berg erhebt sich die Insel aus dem Tyrrhenischen Meer.

Mit jedem Meter, dem wir näher kommen, werden mehr Details sichtbar: Zu erst ist es die Burg, die über der Insel thront und nach und nach sieht man die kleinen Schiffe, die im Hafen liegen. Mittlerweile steht die Sonne höher und das Meer leuchtet in den verschiedensten Türkis- und Grüntönen.

Den Tag auf der Insel verbringen wir auf Entdeckungstour. Von unserem Gastgeber in der Unterkunft erhalten wir den Tipp, das Auto am Festland zu lassen und die Insel per Bus zu erkunden.

Dieser Tipp zahlt sich aus. Während wir für das Auto pro Fährfahrt 36€ hätten lohnen müssen, zahlen wir auf der Insel nur 2€ pro Person und Busfahrt.

Zuerst geht es zu Fuß durch Giglio Porto, das leider etwas enttäuschend ist. Wir entscheiden uns daraufhin kurzerhand direkt den Bus zu nehmen und brechen auf zu Giglio Castello, der Hauptort der Insel.

Der Bus schlängelt sich die Insel hinauf und der Blick aus dem Fenster versetzt uns immer wieder ins Staunen. Die Anzahl der Fahrgäste im Bus hält sich dennoch in Grenzen, wir sind neben zwei weiteren Touristen, die einzigen Fahrgäste im Bus.

In Giglio Castello angekommen, verlassen wir den Bus, denn dieser fährt weiter nach Giglio Campese. Auf dem Marktplatz ist einiges los: eine Politesse schreibt Knöllchen, auf Parkbänken führen alte Herren lauthalse Gespräche und in den Cafés genießen die Menschen die Sonne und ihren Cappuccino.

Wir erkunden die Altstadt. Entdecken in den verwinkelten Gassen immer wieder etwas Neues. Mit neugierigen Blicken schauen wir in die Schaufenster der kleinen Geschäfte. Trotz der Hitze ist es zwischen den alten Gemäuern angenehm kühl.

Außerhalb der Stadt führt ein Schotterweg durch den Wald auf den Gipfel Giglios. Am Ziel angekommen, wird man mit einer Weitsicht bis zum italienischen Festland belohnt.

Unsere weitere Reise führt uns nach Giglio Campese. Der Ort liegt noch im Winterschlaf. Ein Großteil der Geschäfte ist noch geschlossen. Es ist wenig los, einige Einheimische werkeln an ihren Häusern, erneuern Fassaden oder lackieren Zäune. Von dem touristischen Treiben im Sommer ist wenig zu erahnen.

In einem kleinen bereits offenen Restaurant holen wir uns ein Panini mit Mozarella und Prosicutto. Am Strand sind wir neben ein paar gierigen Möwen die einzigen Anwesenden. Wir lauschen den Wellen, die mit voller Wucht gegen die Felsen klatschen und blicken in die Weite des Mittelmeers.


Das war unser Tag Giglio. Besucht ihr Regionen auch gern mal in der Nebensaison? Wir können es für Giglio nur empfehlen.

Unsere Spartipps für Giglio

Zu guter Letzt möchten wir euch noch zwei “Insider”-Tipps geben, die wir von unseren Gastgebern dort erhalten haben.

Einen haben wir im Text bereits erwähnt, aber hier nochmal zusammengefasst:

  1. lasst das Auto auf dem Festland und nutzt auf Giglio den Bus
  2. die Parkgebühren auf dem Festland könnt ihr umgehen, indem ihr in Nähe des Coop-Marktes von Porto Santo Stefano parkt. Dort gibt es zahlreiche kostenlose Parkplätze und der Fußmarsch zum Hafen dauert auch nicht viel länger

Bei weiteren Fragen dürfte ihr uns natürlich gerne schreiben!

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8 Kommentare zu “Isola del Giglio – die kleine Schwester Elbas

  1. Hallo Christian,
    gerade in der Nebensaison ist es oftmals besonders schön, vor allem, wenn man echt daran interessiert ist, wie die Leute leben. Man sieht mehr, ist nicht eingekeilt von Touris und die Bewohner, die geöffnet haben, nehmen sich Zeit.
    Es hat eben alles seine Vor-und Nachteile. Ich denke aber, dass hier die Vorteile doch überwiegen.
    Ein interessanter Bericht, der Lust auf Erkundungstouren macht.
    Liebe Grüße
    moni

    • Hallo Moni,

      vielen Dank für deinen Kommentar!

      Genau so sehe ich das auch. Oftmals geht in den Touristenmassen die wahre Schönheit eines Ortes verloren.

      Manchmal wird es nur schwierig ein Bällchen Eis zu bekommen, mussten wir dann feststellen. Alternativ gab es dann Panini ;)

      Liebe Grüße
      Christian

  2. Hach ja… wenn ich die Bilder seh, dann weiß ich, dass es richtig ist, dass ich aktuell 3 (!!!) Italien-Reiseführer wälze!
    Sehr schöner Beitrag, die Insel kannte ich noch gar nicht!

    Liebe Grüße,
    Marc

    • Definitiv! Und vor allem sollte man auch viel Zeit mitbringen. In Italien gibt es so viele schöne Flecken. Wir waren mit unserer Woche in der Toskana einfach viel zu kurz dran.

      Liebe Grüße
      Christian

  3. Ach, wie schön, jetzt habe ich den Beitrag gerade auf unserem Gruppenbord auf Pinterest endeckt. Ich habe eine Zeit in Rom gelebt und in den Sommerferien dann jeweils in Porto Santo Stefano, wo ich auch mit meinen Eltern viele Sommer verbracht habe. Heuer werde ich nach 30 Jahren wieder hinfahren. Liebe Grüße Claudia

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