Tutorial für einen spannenden Himmel

Tipps für bessere Fotos: ein spannender Himmel

„Tipps für bessere Fotos“ soll eine kleine Artikelreihe sein, die euch Einblicke gibt, wie ich Fotos gestalte und bearbeite.

Das Thema des heutigen Artikels ist die Bildbearbeitung des Himmels.

Habt ihr das Problem, dass Fotos flau und unausgewogen wirken? Dass der Himmel nur im entferntesten an den grauen und spannenden Himmel erinnert , den man vor Ort sah? Dann habe ich heute eine Lösung für euch.

Ich möchte euch zwei Wege zeigen, wie ihr ein ausgewogeneres Bild erstellen könnt. Voraussetzung dafür ist, dass ihr im RAW-Format fotografiert. Was das RAW-Format ist, könnt ihr hier nachlesen.

Möglichkeit 1: Verlaufsfilter Lightroom

Eine erste Möglichkeit bietet Lightroom (Eine Software, die ich jedem ambitionierterem Fotografen nur empfehlen kann).

Der Verlaufsfilter ermöglicht es euch, für einen bestimmten Bildbereich gesonderte Einstellungen festzulegen. Den Bildbereich bestimmt ihr einfach per Drag’n’Drop.

Mit der Maus zieht ihr sozusagen einen Verlauf über das Foto. Verlauf heißt in diesem Fall, dass in einem Teil die Einstellung vollständig angewendet werden und in einem Teil nicht. Dazwischen ist ein Übergang dieser Einstellungen zu sehen. Klingt kompliziert, wird aber hoffentlich durch die Betrachtung meiner angehängten Fotos deutlich.

Den Verlaufsfilter findet ihr unterhalb des Histogramms in einer Reihe mit z.B. dem Freistellungswerkzeug. Der Tastatur-Shortcut ist der Buchstabe „M“

Um das ganze zu bebildern, habe ich einen Screenshot aus Lightroom hochgeladen. Dieser zeigt auf der linken Seite das Bild ohne bearbeiteten Himmel. Auf der rechten Seite ist der Verlaufsfilter zu sehen und meine gewählten Einstellungen.

Die Einstellungen

Stellt ihr für den Verlaufsfilter einen negativen Wert unter dem Punkt Belichtung ein, wird das Foto im Bereich des Filters dunkler. Mit dem Regler „Klarheit“ lassen sich die Konturen im Himmel noch etwas hervorheben.

Ich habe hier mal absichtlich etwas übertrieben, aber ihr seht, der Himmel wird dunkler. Das Foto wirkt spannender!

Hier ist nun das Ergebnis in Vollformat und natürlich das Ausgangsbild.

Möglichkeit 2: Korrekturpinsel Lightroom

Eine weitere Möglichkeit in Lightroom ist der Korrekturpinsel. Wer das vorherige Beispiel genauer betrachtet hat, dem dürfte aufgefallen sein, dass der Berg rechts auf dem Foto unter der Verdunklung durch den Verlaufsfilter gelitten hat.

Für eine präzisere Abdunklung des Himmels gibt es den Korrekturpinsel. Ihr findet ihn in einer Reihe mit dem Freistellungswerkzeug und dem Verlaufsfilter. Über die Tastatur ist er per „K“ auswählbar.

Der Korrekturpinsel hat fast die identischen Einstellungsmöglichkeiten, wie das Verlaufsfilterwerkzeug. Ein Detail ist jedoch anders und dazu habe ich mal einen Screenshot erstellt.

Wie zu sehen ist, könnt ihr neben den gewohnten Einstellungen für Bildeffekt (Belichtung, Klarheit, etc.) nun auch die Größe des Pinsel, weiche Kante, Fluss und Dichte einstellen.

Die Einstellungen

Ich empfehle dazu, die Pinselgröße dem Bild anzupassen. Weiche Kante, Fluss und Dichte erachte ich in unserem Beispiel mit den Einstellungen 100 am sinnvollsten. Der Pinsel wird dadurch sehr weich und die Bildeffekte wirken an den Rändern das Pinsels nur abgeschwächt. Somit fällt ein „Vermalen“ nicht sonderlich ins Gewicht.

Sicherlich wundern sich einige über den roten Bereich im Bild. Der rote Bereich entsteht, wenn ihr bei ausgewähltem Werkzeug den Startpunkt eurer Zeichnung mit der Maus einige Sekunden fokussiert. Dieser rote Bereich dient für mich immer zur Kontrolle und zeigt mir, ob ich mich irgendwo doch vermalt habe.

Das Resultat ist nun ähnlich wie unter Möglichkeit 1, jedoch ein kleines bisschen detaillierter und der Berg ist nicht mehr ganz so dunkel.

Ich hoffe, euch hat mein Artikel gefallen! Bei Fragen und Anregungen dürft ihr euch natürlich gerne an mich wenden.

 

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