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Husavik: Whale Watching in Island

Husavik. Es nieselt leicht. Die Temperaturen liegen bei 10°C, ein ungemütliches Wetter. Nichtsdestotrotz haben wir uns nach unserer letzten Nacht in Akureyri auf den Weg zum isländischen Walbeobachtungs-Mekka gemacht. Wir, das heißt zwei Studienkollegen und ich.

Ich persönlich halte irgendwie nicht so viel von Whale Watching Touren auf dem offenen Meer. Man sieht meist eh nur eine Flosse oder auch gar nichts, dachte ich mir. Meine Kommilitonen sahen das anders und letztendlich hatten sie dann doch ganz gute Argumente, weshalb ich mitkommen sollte.

Husavik

Husavik

Wir kamen gegen Mittag dort an und hatten keine Karten reserviert. Auf Grund des nicht so prickelnden Wetters war jedoch nicht all zu viel los und so konnten wir noch drei Tickets (pro Karte ca. 50€) ergattern. Beim Kauf bekamen wir noch den netten Hinweis, dass wir uns gut einpacken sollen: Auf See würde es noch ein bisschen windiger werden. Gesagt getan, im Auto wurde dann noch ordentlich eingemummelt und so ging es dann auf’s Boot.

Raus auf’s Nordmeer!

An Bord gab es dann nochmal einen extra Anzug, der vor Wind und Wetter auf offener See schützen sollte.

Auf dem Boot

Auf dem Boot

Obwohl zwischendurch die Sonne es doch nochmal schaffte durch die dicke Wolkendecke zu brechen, war es schweinekalt auf offener See und wir waren froh darüber, dass wir so viel anhatten. Nebenbei bemerkt, unsere Reisezeit war August.

Es dauert seine Zeit bis wir weit genug auf dem offenen Meer waren. Der Kapitän machte immer wieder Durchsagen und erläuterte einiges zu der Natur. Auf dem Boot lagen zudem noch Bücher aus, die die Besonderheiten der verschiedenen Wale vor Island aufzeigten.

Es verging Zeit und noch mehr Zeit. Hin und wieder sahen wir eine Finne. Ich fühlte mich auch schon in meinen Ansagen zum Thema Walbeobachtung bestätigt.

Es waren noch mehrere Boote auf See und alle schienen erfolglos irgendwie hin und her zu schippern. Doch plötzlich überraschte uns unweit des Bootes das ausgeblasene Wasser eines Wals. Alle Blicke richteten sich nun in diese Richtung und kurz darauf waren sowohl Schwanzflosse als auch der Rest des Buckelwals zu sehen.

Zufrieden von der Sichtung wollten wir uns schon wieder setzen, als dann plötzlich wieder die Finne des scheinbar gleichen Wals zu sehen war. Keinen Moment später wurden wir Zeuge eines wirklich atemberaubenden Erlebnisses. Der Wal sprang kurz vor unserem Boot aus dem Wasser und mit seinem Platscher sorgte er für einige feuchte Gesichter auf dem Schiff.

P.S. Die Fotos sind alle mit meiner alten Sony A500 entstanden und hier könnt ihr mehr Infos & Tipps zur eurer Island Rundreise abstauben.

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10 Kommentare zu “Husavik: Whale Watching in Island

  1. Wahnsinn! Da hattest du aber einen zeigefreudigen Wal und er hat sein Bestes für die Kamera gegeben.
    Ich war im November in Südafrika zum Whalewatching (muss ich noch verbloggen). Es war total interessant, aber unsere Wale waren wohl etwas schüchtern und Kamerascheu. Kein springender Wal. Keine Schwanzflosse.
    Wow! Wirklich sehr schön. Ich beneide dich etwas um diesen Augenblick :)

    Liebe Grüße
    Christina

  2. ihr habt tatsächlich einen springen sehen? oh wie sehr ich euch beneide! ich muss aber sagen, ich war schon von fontänen, buckeln und schwanzflossen mehr als beeindruckend, es war ein wundervolles erlebnis. aber das! ich bin sprachlos!

  3. Vielen Dank für den tollen Bericht und die spektakulären Bilder. Da bin ich echt ganz neidisch.
    Mir war bisher gar nicht bekannt, dass man auf Island auf eine Whale Watching Tour gehen kann…

    Kann man dort das ganze Jahr über die Wale beobachten? Und mit welchem Objektiv hast du an der Alpa 5000 gearbeitet?

    VG Mo

    • Hallo Mo,
      vielen Dank für deinen Kommentar!

      In Island kann man am besten im Sommer und im Frühherbst Wale beobachten. Angeblich soll man auch mit viel Glück Orcas, Blau- und Finnwale sehen können.

      Die Fotos sind alle mit dem alten Tamron 18-250mm entstanden und der Sony A500. Alles alte Technik mittlerweile ;)

      Viele Grüße
      Christian

  4. Die Wale zu sehen ist ein besonderes Schauspiel. Diese sanften Riesen könnte ich im Sommer 2015 vor Cape Cod beobachten. Es war wärmer, es war nahezu windstill, es waren ne Menge Buckelwale.

    Toller Bericht!

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