Die Tour zur Anse Marron – La Digue

Es ist früh morgens. Draußen geht die Sonne auf. Aus dem Nachbargarten kräht der Hahn. Eine Insel erwacht, so langsam zu mindest. Wie jeden Morgen wird Toast per Fahrrad in unser Gästehaus geliefert. Ein junger Mann reicht eine große Packung über den Zaun und wird direkt mit ein paar Rupees entlohnt. Die Morgendämmerung verschwindet und man erkennt, dass gerade ein schöner Tag anbricht. Die ersten warmen Sonnenstrahlen treffen auf unsere Terrasse, wo wir das Frühstück serviert bekommen. Es gibt Tee, Kaffee und Toast mit Marmelade.

Nach dem Frühstück packen wir unsere Taschen. Heute steht etwas größeres an. Die Tour zur Anse Marron.

Ein ungewohnter Anblick – die menschenleere Anse Source d’Argent

Pünktlich um 7.30 Uhr steht Wilfrid am Tor unser Pension und winkt uns zu. Er ist unser heutiger Tourguide. Mit ein paar freundlichen Worten stellt er sich vor und schon geht es mit dem Rad Richtung L’Union Estate. Die Straßen sind noch leer, keine Tageausflügler, kaum andere Touristen.

Die Luft ist noch kühl, die Hitze vom vorherigen Tag nicht mehr zu spüren. An der Anse Source d’Argent ist es ebenfalls menschenleer. Nur ein paar Hunde tollen herum und einige gesellen sich zu uns. Die Anse Source d’Argent ist bekannt als weltschönster Strand und Filmkulisse für zahlreiche Werbespots.

Anse Source d'Argent

Anse Source d’Argent

Mit flotten Schritten lassen wir die Anse Source d’Argent hinter uns und erklimmen die ersten Felsen. Nach einigen Metern auf den Felsen geht es zurück Richtung Meer. Jetzt fängt der ständige Wechsel zwischen Turnschuh und Flip Flops an. Für den Wechsel von Wasser- / und Strandgängen sollte man eigentlich wassertaugliche und korallenfeste Schuhe dabei haben, wir haben es mit unseren Flip Flops aber auch ganz gut meistern können :).

La Digues geheimnisvolle Wälder

Nach zehnminütigem Fußweg am Strand und im Wasser geht es in den Turnschuhen weiter auf verschiedenen Felsformationen und anschließend in die geheimnisvolle grüne Inselwildnis. Hier erwarten uns faszinierende Augenblicke wie z.B. riesige Krebse, Zimtbäume, Zimtblätter und der Seychellen-Paradiesschnäpper.

Diesen auf den Seychellen zu Gesicht zu bekommen ist ziemlich selten, so Wilfrid. Zu unserer Freude haben wir die Gelegenheit bekommen und konnten ihn im Flug beobachten.

Krebs auf dem Weg zum Anse Marron

Krebs auf dem Weg zum Anse Marron

Die Anse Marron – wir sind angekommen

Nach circa einstündigem und zügigen Marsches offenbart sie sich. In ihrer vollen Schönheit liegt die menschenleere Anse Marron mit ihrem klaren, kristallfarbenen Wasser vor uns. Im Meer spiegelt sich die hochstehende Sonne wieder und das lässt das Blau des Meeres noch mehr erstrahlen. Man kommt sich buchstäblich vor wie in einem Traum. Meterhohe Felsformationen umrunden und schützen gleichzeitig die Bucht, es ist fast wie ein privater, riesengroßer Swimmingpool.

Anse Marron

Anse Marron

Wilfrid lässt uns hier eine Stunde in völliger Einsamkeit. Bevor er sich jedoch zurückzieht, bekommen wir noch eine gigantische Obstplatte serviert. Als wir alle Früchte vernascht haben, erkunden wir die Bucht. Zwischen kleinen Felsen entdecken wir zwei Baby Haie, die sich zum Schutz vor ihren ausgewachsenen Artgenossen verstecken. Erst wenn sie groß genug sind, können sie auf das offene Meer heraus  schwimmen.

Kleiner Hai am Anse Marron

Kleiner Hai an der Anse Marron

Die Stunde geht viel zu schnell vorbei und so machen wir uns zurück auf den Weg zur Grande Anse. Im Vergleich zu unserem Hinweg, wandern wir diesmal weitgehend auf Felsen am Rande der Insel entlang. Der erhöhte Weg bietet uns mehrere Mal atemberaubende Ausblicke.

Panorama Anse Marron

Panorama Anse Marron

Nach einer Stunde dynamischen Kletterns und Laufens kommen wir an der Grande Anse an. Dort bringt uns ein Pick-up zurück zu unseren Fahrrädern an der Anse Source D’Argent.

Die Tour mit Wilfrid übertraf in jeder Hinsicht unseren Erwartungen und das lag zuletzt nicht nur an dem wahnsinnig schönen Strand und der abenteuerlichen Wanderung, sondern vor allem auch an Wilfrids liebenswürdiger Art.

Wir können Wilfrid nur weiterempfehlen, deswegen hier ein Link zu seiner Website: tourguide-ladigue.com


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10 Gedanken zu „Die Tour zur Anse Marron – La Digue

    • Ja, die Tour war wirklich unglaublich schön :).
      Es war so faszinierend diese kleinen Haie von so nah zu sehen. Sie hatten jedes Detail eines großen Haies. Wir beide sind den Babyhaien sehr nah gekommen und sie sind eher vor uns geflüchtet als auf uns zu zu schwimmen. Somit würde ich sagen, dass die Haie -noch nicht- „gefährlich“ waren ;).
      Gruß Carina

    • Hallo Sabine,

      wenn man auf die Seychellen fliegt, insbesondere nach La Digue, dann muss man den Anse Marron einfach unbedingt gesehen haben.:) V.a. auch weil die Tour dahin einen einzigartigen Einblick in die Inselwildnis gewährt, den man so nicht zu Gesicht bekommen würde.

      Viele Grüße
      Carina Vogel

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