Deswegen Schottland! Unser Trip zur Isle of Skye

Was verbindet ihr mit Schottland? Schafe, alte Gemäuer oder Pubs? Vielleicht auch gar nichts von all dem oder alles zusammen?

Meine ersten Gedanken an Schottland drehten sich immer um die Isle of Skye. Eine Insel mit magischer Anziehung für mich. In diversen Foren las ich über die Insel, sah Fotos und geriet immer wieder ins Schwärmen um die tollen Fotolocations.

Im letzten Jahr war es dann endlich soweit, ABER… Ich hatte leider nicht mehr all zu viel Jahresurlaub und so konnte ich nur einige wenige Tage in Schottland verbringen, getreu dem Motto: Lieber kurz weg, als gar nicht weg. Mit Ryanair ging es dann nach Edinburgh und von dort direkt am nächsten Morgen per Mietwagen Richtung Isle of Skye.

Auf dem Weg zur Insel

Größte Herausforderung war es dann allerdings erstmal aus Edinburgh herauszukommen! Nicht gerade besonders gut ausgeschildert, drehten wir einigen Runden durch die Stadt und mussten den ein oder anderen Passanten nach dem Weg ausquetschen.

Hat man das geschafft, warten allerdings diverse Lochs, Berge und Moore auf einen.

Auf dem Weg zur Isle of Skye

Auf dem Weg zur Isle of Skye

Unsere Reiseroute sah als erste Station Fort William am Ben Nevis vor. Auf dem Weg dorthin konnte wir uns gar nicht satt sehen. Wir hielten immer wieder an, stiegen aus und bewunderten die Natur. Es regnete leicht, der Himmel voller Wolken, aber die Luft roch rein. Wir kamen vorbei an verlassenen Tälern, einsamen Häusern und an den sogenannten Highland Cattle.

Ein Stopp war dann allerdings nicht ganz so freiwillig. Wir kamen in eine Polizeikontrolle. Als der Polizist aber sah, dass wir Urlauber waren, wurden wir sehr, sehr freundlich behandelt und nach kurzer Kontrolle durften wir weiterfahren.

Kurze Zwangspause - Polizeikontrolle auf dem Weg zur Isle of Skye

Kurze Zwangspause – Polizeikontrolle auf dem Weg zur Isle of Skye

Übrigens war der Nissa Micra größer als er aussah! :) Wir waren ohne Rucksäcke unterwegs und hatten Koffer dabei. Diese sind aber ohne Anstand hinten reingegangen. Damit hatten wir nicht gerechnet!

In Fort William angekommen, nutzten wir noch die Zeit und wanderten durch das Glen Nevis Tal. Überall sprudeln in diesem Tal Quellen aus den Hängen, das Gras ist saftig grün und im Hintergrund hört man den Fluss plätschern.

Das Glen Nevis Tal

Das Glen Nevis Tal

Am nächsten Morgen ging es auf der Route weiter. Heute standen das Glenfinnan Monument und die Überfahrt mit der Fähre von Mallaig auf die Isle of Skye an. Am Monument gibt es noch die Möglichkeit auf der anderen Straßeseite bei den Parkplätzen auf einen Aussichtspunkt zu kraxeln. Von dort wird man mit einem Blick ins Tal und auf das Glenfinnan Monument belohnt. Wir meinen: es lohnt sich!

Eine weitere Sehenswürdigkeit auf dem Weg: Glenfinnan Monument

Eine weitere Sehenswürdigkeit auf dem Weg: Glenfinnan Monument

Die Überfahrt zur Isle of Skye

Die Fähre zur Isle of Skye

Die Fähre zur Isle of Skye

Weiter ging es dann mit der Fähre. Auf dem Schiff gab es dann ein klassisches Hupkonzert. Mittlerweile war das Klima deutlich rauer. Auf hoher See pfiff dann auch ordentlich der Wind und so langsam spürte man den Norden. Mit einem heißen Kaffee in der Hand blieben wir auf dem Deck stehen und schauten uns die vorbeiziehende Landschaft an.

Die nächsten zwei Nächte verbrachten wir in der Nähe von Dunvegan – in einem sehr gemütlichen und freundlich geführten Gästehaus namens Roskhill Guesthouse. Auf dem Weg dort steuerten wir noch einige Sehenswürdigkeiten an, wie beispielsweise Glen Brittle und seine Fairy Pools. Dort war allerdings ordentlich Betrieb und so beließen wir es bei einer kleinen Wanderung zu den Wasserfällen und setzten unsere Reise fort.

Eine weitere Station war der Coral Beach. Schon recht nördlich auf der Isle of Skye, war das Wetter mittlerweile fantastisch. Fast keine Wolke am Himmel und nahezu perfektes Badewetter.

Auf dem Weg zurück kamen wir am Dunvegan Castle vorbei und das Loch Dunvegan war wie ein Spiegel. Es war fast windstill und die von der Abendsonne angestrahle Landschaft reflektierte sich im Wasser.

Sehenswürdigkeit Natur - Wunderbare Reflektionen

Sehenswürdigkeit Natur – Wunderbare Reflektionen

Die schönste Sehenswürdigkeit der Isle of Skye

Da es langsam Abend wurde, mussten wir uns etwas beeilen. Heute stand noch ein ganz besonderer Ort auf dem Programm: der Neist Point!

Von Dunvegan aus kommend nimmt man die Abfahrt auf die B884 Richtung Colbost. Vorbei an dem Örtchen fährt man Richtung Glendale und ab dort ist Neist Point ausgeschildert. Die Örtchen sind sehr beschaulich und man sollte seine Geschwindigkeit an die zahlreichen Schafe anpassen. Insbesondere wenn ihr nachts auf dem Rückweg seid, liegt das ein oder andere Schaf oder auch mal eine ganze Herde mitten auf der Straße.

Das Neist Point Lighthouse ist mittlerweile leider kein Geheimtipp mehr. Nach den zahlreichen Fotos im Internet war dies auch nicht mehr zu erwarten. Die Kulisse mit den Felsklippen und dem Leuchtturm ist trotzdem einmalig. Die raue und salzige Luft in Verbindung mit der Umgebung versetzen einen ins Staunen. Wir hatten an diesem Abend zudem noch Glück mit dem Wetter. Die Sonne stand tief und strahlte die Klippen an. Vor uns war also das perfekte Fotomotiv.

Neist Point Lighthouse im Sonnenuntergang

Neist Point Lighthouse im Sonnenuntergang

Am nächsten Tag setzten wir unsere Reise Richtung Loch Snizort Beag und den nördlichen Teil der Isle of Skye fort. Entlang der A855 gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, unter anderem Wasserfälle, die über die Klippen hinweg ins Meer stürzen oder die Felsformation „The old man of Storr“. Besonders letzteres sollte man gesehen haben und auch die Wanderung hoch auf die Felsen lohnt.

Nach den zahlreichen Sehenswürdigkeiten auf der Isle of Skye war es für uns Zeit die Heimreise wieder anzutreten. Auf dem Rückweg fuhren wir entlang des Loch Alshs und passierten dabei die Skye Bridge und das Eilean Donan Castle. Beides ebenfalls sehr schöne Fotolocations.

Mit einem kurzen Zwischenstopp in St. Andrews ging es dann über Edinburgh wieder zurück nach Deutschland und das war Schottland.

Ich hoffe, wir haben euch mit unserem Reisebericht genug Gründe geliefert, wieso Schottland und insbesondere die Isle of Skye eine Reise wert ist! Aber vielleicht habt ihr noch andere Gründe?

 

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8 Kommentare zu “Deswegen Schottland! Unser Trip zur Isle of Skye

  1. Hi Christian,

    tolle Impressionen, die mir bestätigt haben, dass Schottland – und vor allem die Isle of Skye – zu Recht einen Platz auf meiner Reiseliste haben. Bisher hab ich es jedoch nur einmal bis in den Norden Englands geschafft.
    Am Old Man of Storr war ich (virtuell) auch schon dran „vorbeigekommen“. Außerdem sah Quiraing, am nord-östlichen Zipfel von Skye, beeindruckend aus. Ward Ihr dort auch?

    Nach den ersten Schottland-Erfahrungen, wo würdest du noch gerne hin? Vielleicht ein paar Tipps von Einheimischen bekommen?

    Viele Grüße,
    Patrick

    P.S. Wäre cool, wenn es zu den tollen Bildern auch noch Bildunterschriften (oder „alt“-Texte, sprechende Dateinamen) gäbe. So fand ich es teilweise schwierig, die Bilder dem Text zuzuordnen. Ist z.B. auf dem ersten Bild (im Text, nicht das Titelbild) der Ben Nevis zu sehen oder ist es eine allgemeine Impression aus der Gegend? Welcher der Berge ist es, bzw. auf welchem anderen Bild ist er zu sehen? Mit dem Bild vom Old Man of Storr wäre es mir möglicherweise genauso ergangen, wäre er mir nicht bereits bekannt gewesen.

    • Hallo Patrick,

      vielen Dank für deine Anmerkung auf unserem Blog.
      Schottland ist defintiv eine Reise wert und gerade wenn man sich mit Fotografie befasst, gibt es dort einige schöne Spots.
      Den Aussichtpunkt Quiraing haben wir leider nicht mitnehmen können und als ich später die Fotos von der Aussicht in diversen Portalen gesehen habe, war ich echt enttäuscht, dass wir nicht dort waren.

      Das ist eine gute Frage: Ich würde definitiv nochmal an den Neistpoint. Mittlerweile habe ich noch so viele Fotoideen entwickelt und mein Equipment ist auch noch etwas besser geworden. Weitere Punkte wären Quiraing und Old Man of Storr zur Abend oder Morgenzeit. Aber nicht mehr mittags, dort ist zu viel los und die Sonne steht einfach schlecht um Fotos zu machen.

      Ein weiteres Ziel wäre für mich noch Loch Coruisk und das dann als Wanderung mit Zelt und Schlafsack. Mit dem Rest Schottlands habe ich mich bisher leider noch gar nicht so befasst.

      Deinen Hinweis werde ich in meinem nächsten Artikel berücksichtigen! Vielen Dank dafür. Das erste Foto ist eine Impression von dem Weg nach Fort Williams und der Landschaft.

      Grüße
      Christian

  2. Hallo Christian!

    Da geht es mit meiner Family auch bald hin. Aber mit Fähre, ansonsten Reiseroute wie ihr. B&Bs sind gebucht und die Kids schon ganz aufgeregt – die Eltern freuen sich natürlich auch schon. Und nach deiner schönen Reisebeschreibung erst recht…

    Liebe Grüße
    Heike

    • Hallo Heike,

      ich wünsche euch eine tolle Reise! Die Isle of Skye ist wirklich ein Traum :) Muss dort unbedingt auch nochmal irgendwann hin.

      Liebe Grüße
      Christian

  3. Hallo Christian!
    Ein toller Bericht zu Schottland, ich war letztes Jahr dort und war auch total begeistert von der Landschaft und den Menschen! Wir hatten Glück mit dem Neist Point. Es war nebelig und leicht am Regnen, was dafür sorgte das wir ganz allein waren. Das war dann zum fotografieren zwar nicht so günstig aber die Stille und die raue Luft haben schon für eine mytische Stimmung gesorgt ;)
    Das war auch auf jeden Fall nicht mein letzter Schottlandbesuch!

    Viele Grüße,
    Tim

    • Hallo Tim,

      vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen. Das klingt nach einem tollen Erlebnis ;-)

      Wir wollen unbedingt auch nochmal nach Schottland. Die paar Tage, die wir bisher da waren, waren einfach viel zu kurz.

      Viele Grüße
      Christian

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