Schnorchelparadiese, wo seid ihr?

Korallenbleiche, Klimawandel und zu viele Touristen. Faktoren, die dem Schnorchelabenteuer in fernen Ländern gefährlich auf die Pelle rücken.

Ich möchte euch in diesem Eintrag Schnorchelgebiete vorstellen, die ich in den letzten Jahren besucht habe und die mich gleichermaßen beeindruckt haben.

Marsa Alam

Das Gebiet um Marsa Alam liegt im südlichen Ägypten. Weit unterhalb von der Touristen Hochburg Hurghada. Marsa Alam wird aktuell nur von der Fluggesellschaft SunExpress ab Frankfurt direkt angeflogen. Alternativ bietet sich die Möglichkeit über Hurghada zu fliegen. Allerdings muss man hierbei eine mindest 4-stündige Fahrt nach Marsa Alam in Kauf nehmen.

Vom Flughafen aus führt eine schier endlos erscheinende Straße am Roten Meer entlang. Hier reihen sich die Hotels ein. Die Abstände zwischen den jeweiligen Hotels variieren. Meist reihen sie sich an Buchten enger aneinander.

Wir waren 2011 weit südlich im Hotel Gorgonia Beach. Das Hotel hatte zu diesem Zeitpunkt noch nicht lange geöffnet und das Hausriff war das beste an dem ich bisher geschnorchelt habe. Das Saumriff war einfach zu betreten. Auf dem Weg zur Riffkante kam man an Seegrasbänken vorbei, hier traf man bei jedem Tauchgang zahlreiche Unterwasserschildkröten an.

Highlight war jedes Mal der Leopard-Stechrochen, der häufig verbuddelt auf sein nächstes Opfer wartete hrhrhr… :)

Sobald man über der Riffkante war, konnte man ein wahres Schnorchelparadies erleben. Vielfältiges Korallenwachstum und zahlreiche bunte Fische

Für mich war Marsa Alam das wahre Schnorchelparadies!

Fihalhohi

Das erste Mal so richtig schnorcheln war ich auf den Malediven und ich hatte direkt das volle Programm inklusive Haien und Nachtschnorcheln mit wilden, jagenden Blauflossenmakrelen. Aber der Reihe nach.

Die Malediven bieten nicht nur traumhafte Strände, sondern auch traumhafte Tauch- und Schnorchelmöglichkeiten. Der Einstieg ins Riff  geht auf Fihalhohi vom Strand aus ohne Probleme. Langsam watet man durch das seichte, warme Wasser bis man nach einigen Metern knietief im Wasser steht.

Sobald die Flossen angezogen sind, kann es los gehen. Fihalhohi bietet dabei zwei mögliche Schnorchelrichtungen an, die den jeweiligen Strömungen angepasst sind. Im tiefen Blau warten dann zahlreiche Fische auf euch.

Dort im Wasser hatte ich dann auch eine meine erste Begegnung mit einem Hai. Ich weiß nicht, wie es euch dabei ergehen würde/erging, aber mir ist erstmal gehörig das Herz in die Hose gerutscht. Ein ausgewachsener Blacktip tauchte vor mir im Wasser auf. Neugierig schwamm er in nicht all zu weiter Entfernung an mir vorbei.

Ich, immer mit Blick auf den Hai, versuchte langsam den Rückwärtsgang einzulegen und irgendwie hätte ich mich am liebsten in Luft aufgelöst. Im Nachhinein betrachtet, war dies jedoch eine wundervolle Erfahrung und ich freue mich immer, wenn ich einen Hai unter Wasser zu Gesicht bekommen.

Eine andere Begegnung war die mit den Mantarochen. Auf der Insel Fihalhohi wird das Schnorcheln mit Mantarochen angeboten. Der nicht all zu günstige Ausflug findet täglich mehrmals statt und wird von dem Wassersportbetreiber auf der Insel durchgeführt.

Wir nahmen einen Abend an dem Ausflug teil. Es wird auf das Meer hinaus gefahren und nach den riesigen Rochen Ausschau gehalten. Meist sieht man vom Boot aus dunkle Flecken durch das Wasser gleiten und dann heißt es, ab ins Wasser. Man brauch allerdings viel Glück, da das Wasser tief und die Mantas recht flott gegen die Strömung schwimmen können. Zum Glück war es keine organisierte Hetzjagd, wie man es von so vielen anderen Ausflügen aus Ägypten leider kennt.

Manta Fihalhohi

Ein weiteres spannendes Erlebnis ist das Nachtschnorcheln. Man sollte allerdings vorgewarnt werden, dass die Fische im Taschenlampenlicht jagen!

Ist dies der Fall, einfach mit der Taschenlampe in die Ferne leuchten, dann schwimmen die Jäger weiter weg. Uns sagte dies damals leider keiner. Wir waren im Wasser, es war stockdunkel. Im Taschenlampenlicht funkelte das Plankton, aber die Stimmung war aufgrund der Dunkelheit und der Umgebung befremdlich.

Immer wieder zischten Fische an uns vorbei. Je weiter wir schwammen, umso näher kamen sie und plötzlich streifte mich einer der Fische. Ich erschrak und plötzlich streiften mich die Fische immer und immer wieder. In völliger Eile begaben wir uns aus dem Wasser und ich fühlte mich wie in einem Horrorfilm.

In der Tauschule erfuhren wir dann, dass es sich bei dem Fisch um einen Caranx melampygus handelte, die gerne im Licht der Taschenlampen jagen und alles nur halb so schlimm war….puuh :)

Das Meer, die Inseln und die Schnorchelmöglichkeiten machen Fihalhohi zum Schnorchelparadies #2.

Thailand – Koh Tao

Ein weiteres Schnorchelparadies ist die Insel Koh Tao. Sie wird in vielen Reisenführern erwähnt und ist entsprechend besucht. Es gibt aber auch abgelegene Buchten, die man perfekt mit dem Roller erreichen kann. Ich hatte ein Hotel in der Tanote Bay genommen.

Der Sand am Strand war vergleichsweise grob. Der Einstieg ins Riff war ebenfalls problemlos über den Strand möglich. Der Vorteil an Koh Tao ist, dass man nicht an einen Strand oder Bucht gebunden ist, verglichen mit den Malediven. Man hat dort einfach freie Auswahl, wo man schnorcheln möchte.

Die Unterwasserwelt in der Tanote Bay war aber leider bei weitem nicht so spannend, wie auf Fihalhohi oder in Marsa Alam. Direkt bei meiner ersten Runde Schnorcheln sah ich wieder einen Blacktip. Dieser war allerdings deutlich kleiner als der auf den Malediven und noch recht jung.

Schnorcheln Koh Tao

Da mir das Hausriff nicht so gut gefiehl, entschied ich mich dazu mit dem Boot herauszufahren. Dazu kann man die Besitzer der Boote einfach am Strand ansprechen. Leider weiß ich nicht mehr was ich für einen halben Tag bezahlt habe. Aber ich fande es sehr cool! Einzig, dass der “Kapitän” zu Beginn das Wasser mit einer Blechdose aus Rumpf des Schiffes herausbeförderte, machte mir Gedanken :)

Es ging zu verschiedenen Buchten, die mich, um ehrlich zu sein, nicht wirklich vom Hocker rissen. Daher würde ich nicht nochmal nach Koh Tao fahren um zu schnorcheln. Tauchen dürfte da eine andere Hausnummer sein.

Ich habe von vielen Reisenden erfahren, dass sie Walhaie im Meer angetroffen haben. Das ist auch eines meiner Ziele: mit einem Walhai zu tauchen oder zu schnorcheln.

Weitere Reiseziele

Auf meiner Bucketlist steht defintiv noch der Oman. Dort soll man nicht nur eine unberührte Natur vorfinden, auch das Schnorcheln mit Walen soll möglich sein. Ein weiteres Ziel sind die Philippinen. In Donsol soll man ebenfalls auf Tuchfühlung mit Walhaien gehen können.

Zu guter Letzt ist noch eine Anmerkung notwendig:

Behaltet euch immer in Erinnerung, dass ihr euch in der Natur bewegt! Fasst unter Wasser nichts an! Haltet ausreichend Abstand! Vor allem von Meeresschildkröten! Diese ertrinken, wenn ihr ihnen zu Nahe kommt und sie aus Furcht nicht mehr auftauchen um Luft zu holen. Jagt unter Wasser keine Tiere!

 

 

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4 Kommentare zu “Schnorchelparadiese, wo seid ihr?

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