Jordanien Teil 1: Die Reise zur Milchstraße

Heute möchte ich euch auf meine Reise zur Milchstraße mitnehmen und in meinem Reisebericht ein Land vorstellen, dass vielleicht viele von euch noch gar nicht so kennen.

Jordanien

Das Haschemitische Königreich Jordanien ist ein Land von faszinierender Schönheit. Die Landschaft ist geprägt von steilen Schluchten und erhabenen Weiten. Es ist reich an Geschichte und die vergangenen Hochkulturen haben in der Felsenstadt Petra ihre Spuren hinterlassen.

Jordanien

Ich war zusammen mit einem Kommilitonen aus Istanbul dort. Ausgangspunkt meiner Reise war aus diesem Grund auch nicht Deutschland sondern Istanbul, denn vergangenes Jahr studierte und lebte ich noch dort.

Turkish Airlines hatte die Route Aqaba – Istanbul neu ins Programm genommen und so konnten wir für gerade mal 70€ Hin- und Rückflug buchen.

In Aqaba angekommen, ging es direkt sehr abenteuerlich los. Wir hatten unsere erste Nacht in einem Beduinen-Camp gebucht und sollten von einem Taxifahrer abgeholt werden. Am Flughafen standen dann gefühlt 100 Taxifahrer, die uns alle mitnehmen wollten.

Aber irgendwie, und so ist es ja meistens, fanden wir den richtigen und so machten wir uns auf den Weg Richtung Wadi Rum vorbei an dem noch verschlafenen Aqaba.

Wadi Rum

Es war noch früh morgens gewesen und der Taxifahrer setzte uns vor einer Hütte in einem Wüstendorf ab. Um uns herum Sand, alte Autos und Felsen.

Wadi Rum

Nach der langen Nacht waren wir beide müde und hofften irgendwie, dass jemand aus der Hütte kommt, um uns in Empfang zu nehmen. Aber irgendwie passierte nichts. Wir hatten unsere Rucksäcke und standen vor dem Haus, wartenden und wartenden.

Stunden später ging es dann los. Mittlerweile war die Sonne aufgegangen. Wir saßen hinten auf dem Jeep und ließen uns die kühle Luft um die Nase wehen. Zum Glück hatten wir noch unsere Jacken aus Istanbul dabei, denn es war noch verdammt kalt.

Wadi Rum

Allah hieß unser Fahrer, kaum älter als wir und mit vielen Geschichten auf Lager, so zeigte er uns die ein um die andere Sehenswürdigkeit. Dies reichte von alten Felsmalereien über verborgene Quellen bis hin zum Dünenreiten auf dem „Snowboard“.

Surfen

Als es mittags zur Rast ging, wurde ein Felsvorsprung aufgesucht. Dort wurden wir mit leckerem Tee (dem sogenannten Bedouine Whisky) bekocht und konnten ein paar Fladenbrote essen.

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Abends im Camp angekommen, gab es eine herzliche Begrüßung durch die Beduinen. Kartoffeln, Gemüse und Fleisch wurde traditionell zubereitet und am Feuer konnte man entweder der Musik und dem Gesang lauschen oder sich mit anderen Besuchern austauschen.

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Abends als alle zu Bett gingen und mit ihren Gedanken wahrscheinlich schon im Zelt waren, war ich gedanklich bereits in der Wüste. Mein großes Ziel war es die geringe Lichtverschmutzung der Wüste zu nutzen, um Fotos der Milchstraße zu machen.

Gegen 2 Uhr in der Nacht brachen wir auf. Wir mussten den Jeep nutzen, um den riesigen Felsen zu umfahren, in dessen Schutz das Camp lag.

Jordanien

Nachts im Zelt

Es verging einiges an Zeit. Die Dunkelheit war unvorstellbar und die Sichtweite reichte so weit wie das Scheinwerferlicht schien. Nach einigen Minuten verlor ich die Orientierung. Es ging über Sandpisten irgendwo in das Nirgendwo.

Nach ca. 30 Minuten Fahrzeit hielt das Auto. In der Finsternis suchte ich meine Kameraausrüstung zusammen und verließ das Auto. Dann der überwältigende Anblick. Ohne großartig nach Himmelsrichtung suchen zu müssen, war sofort ersichtlich, wo die Milchstraße zu sehen ist. Ich stand direkt darunter. Millionen von Sternen und Stille. Das war ein Moment, den ich wahrscheinlich nie vergessen werde.

Milchstraße

Ich unter der Milchstraße

Hier geht’s zum zweiten Teil meines Reiseberichts

Weitere Eindrücke aus Wadi Rum

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16 Kommentare zu “Jordanien Teil 1: Die Reise zur Milchstraße

  1. Sehr beeindruckende Fotos! Da will man glatt auch mal dort hinreisen.
    Auch den Bericht finde ich gut, kurz und knackig ;)
    Um einmal die Milchstraße zu fotografieren würde ich auch viel geben!
    Liebe Grüße :)

    • Vielen Dank! Jordanien ist auch auf jeden Fall eine Reise wert. Das Land ist so facettenreich und hat so viele kulturelle Schätze zu bieten.

      Ach, das mit der Milchstraße ist doch auch in unseren Breiten gar nicht sooo schwierig. Mittlerweile hat man ja erkannt, dass zu viel Licht in der Nacht schlecht für die Natur ist und nach und nach etablieren sich einige Sternenparks in Deutschland, so z.B. in der Rhön, Havel

      Liebe Grüße
      Christian

  2. Wunderbar! Wirklich tolle Bilder. War bestimmt super dort Nachts unterwegs zu sein.

    Ich habe vor kurzem selbst einmal die Milchstraße fotografiert. Allerdings von Deutschland aus – wenn die Bedingungen optimal sind, kann man auch von hier aus gute Ergebnisse erzielen. Allerdings geht das Ganze in Jordanien natürlich noch eine Ecke besser, das ist klar ;)

    • Vielen Dank. Es war sehr spannend dort nachts unterwegs zu sein: man fährt durch Wüstensand mit einem uralten Jeep und ich als Beifahrer hatte binnen kürzester Zeit schon komplett die Orientierung verloren. Mein Fahrer zum Glück nicht! :)

      Da hast du recht! Mittlerweile gibt es ja auch sogar einige Sternenparks. Du hast auf deiner Website ja auch ein tolles Bild mit der Milchstraße.

      Viele Grüße
      Christian

  3. Pingback: Lieblingsbilder: Die Milchstraße in Jordanien

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