Ein Foto und seine Geschichte: Jordanien

Habt ihr es das auch schon mal gehabt? Ihr macht ein Foto und an diesem Foto hängen unheimlich viele Erinnerungen?

Ich meine, häufig macht man Fotos von Landschaften und Häusern, weil man sie für zeigenswert oder es für besonders schön hält. Aber es gibt auch die Fotos, die man möglicherweise zufällig aufnimmt oder sich bei der Aufnahme nicht sonderlich viel denkt und erst danach eine Geschichte dazu entsteht.

Genau das ist mir geschehen, während ich in Jordanien war. Es war einer unserer letzten Abende in Jordanien. Die Luft war wie immer angenehm warm und wir kamen vom Tauchen zurück an die Pension.

Es war einer dieser letzten Abende, an denen man sich nochmal vornimmt vom Sonnenuntergang ein Foto zu machen. Aber seien wir mal ehrlich, behalten wir uns irgendwas von dem Sonnenuntergang, wenn nicht wirklich was dabei passiert ist?

Die Pension lag etwas weiter unterhalb von Aqaba am South Beach und nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt und so begab ich mich auf den Weg.

Am Strand angekommen, fand ich viele Familien vor, die am Grillen und Entspannen waren. Ungeachtet dessen, wanderte ich etwas am Strand entlang. Fotografierte den Himmel, das Wasser, die Palmen und die Sonne.

Plötzlich tauchte ein kleiner Junge vor mir auf.  Er hatte einen jungen Vogel gefangen und zeigte ihn mir voller Stolz. Er konnte auch ein kleines bisschen Englisch sprechen, sodass wir uns ein wenig unterhalten konnten und so langsam nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Immer mehr Kinder kamen zu uns, immer mehr Kinder wollten unbedingt mal mit mir sprechen, mir irgendwas zeigen und einigen gefiel auch meine Kamera außerordentlich gut.

Ich bekam die verschiedensten Steine gezeigt, die verschiedensten Muscheln und was sich sonst noch am Strand finden ließ. Einige Kinder wollten auch unbedingt meine Kamera sehen und so zeigte ich sie ihnen. Während der kleinen Vorführung deuteten einige der Kinder auf sich selbst, ich überlegte hin und her, ob sie wirklich meinten, dass ich sie fotografieren soll. Aber sie ließen nicht locker und so entstand das Foto von dem ich hier spreche.

Kurz nach dem ich den Auslöser gedrückt hatte und den Kindern das Foto gezeigt hatte, waren nicht nur die Kinder um mich herum, sondern auch einige der Eltern. Plötzlich war mir klar, dass ich eine für mich nicht sichtbare Grenze überschritten hatte und der kleine Junge mit dem gefangenen Vogel meinte, dass es besser sei so langsam zu gehen.

Viele Jordanier und ein Deutscher mittendrin. Na toll, dachte ich mir. Aber so schlimm war es gar nicht. Die Jordanier sind sehr gastfreundlich und so wurde ich mit an den Platz einer Familie eingeladen und konnte dort vom Platz aus den Sonnenuntergang beobachten und hatte damit nicht nur ein Foto mit einer Geschichte, sondern auch noch einen Sonnenuntergang.

Das Foto:

Kinder Jordaniens

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